Eine Nacht unter freiem Himmel: In der Kartause Ittingen kann man pro Stunde bis zu 100 Sternschnuppen beobachten

Das Kunstmuseum Thurgau lädt in der Nacht vom 12. auf den 13. August zum Sternschnuppenschauen. Dieses Jahr gastieren in der Kartause Ittingen auch ein Drohnenpilot und eine Wissenschaftsjournalistin.

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An der diesjährigen Sternennacht erforscht der Drohnenflug-Schweizermeister den Loop von Bildstein und Glatz.

An der diesjährigen Sternennacht erforscht der Drohnenflug-Schweizermeister den Loop von Bildstein und Glatz.

(Bild: Reto Martin, 17.Mai 2017)

In der Nacht vom 12. auf den 13. August lädt das Kunstmuseum in der Kartause Ittingen wieder zum Sternschnuppenschauen ein. Dann erreicht nämlich der sogenannte Perseidenschauer sein Maximum, sodass bei gutem Wetter pro Stunde bis zu 100 Sternschnuppen gesichtet werden können. Begleitet wird das Programm von verschiedenen Veranstaltungen inspiriert von der Kunstinstallation Loop von Matthias Bildstein und Philippe Glatz.

Der Abend beginnt um 19.30 Uhr vor der Installation mit einem Drohnenschaufliegen des Schweizer Meisters im Drohnenfliegen 2018, Marlon Tanner. Er lässt sein selbst gebautes Fluggerät in der unendlichen Schleife kreisen. Die mit der Bordkamera aufgenommenen Bilder geben einen Eindruck davon, wie es wäre, wenn der Loop mit einem Fahr- oder Flugzeug befahren werden könnte.

Um 21 Uhr gibt die NZZ-Wissenschaftsjournalistin Helga Rietz Einblick in die Auswirkungen der Schwerkraft auf den menschlichen Körper. Unter dem Titel «Vom Spiel mit der Schwerkraft» philosophiert sie über die Gründe, warum Menschen immer wieder versuchen, den Alltag und die Schwerkraft durch rasante Beschleunigung zum Beispiel in Achterbahnen aufzuheben. Sie fragt danach, wo diese Suche nach den Extremen begann und wohin die Entwicklung führt.

Anschliessend wird im Kreuzgarten bei Fruchtbowle und Gesprächen nach den glühenden Tränen des heiligen Laurentius Ausschau gehalten. Den Anstoss zu dieser alljährlichen Veranstaltung gab der Künstler Olaf Nicolai mit seiner Arbeit «Welcome to the Tears of St.Lawrence». Ursprünglich für die Biennale in Venedig konzipiert, wird die Arbeit seit 2009 dauerhaft im Kunstmuseum gezeigt und jährlich mit einem gemeinsamen Sternenschauen realisiert.

Die Museen sind bis zum Ende des Abends geöffnet. Der Eintritt ist frei und die Durchführung ist bei jedem Wetter.

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