Eine Marke unter einer Führung: Die verschiedenen Bereiche des Arenenbergs werden unter die Gesamtleitung eines Direktors gestellt

Der Arenenberg mit den Bereichen Bildung, Beratung, Museum, Schloss und Park sowie der Landwirtschaft wird ab dem 1.Januar 2021 organisatorisch unter eine Gesamtleitung gestellt und im Departement für Inneres und Volkswirtschaft angesiedelt. Synergien können vermehrt genutzt und ein gemeinsamer Auftritt kann gestärkt werden.

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Eine Lesung von Daniel Badraun mit verkleideten Weinfelder Schülern im Napoleonmuseum.

Eine Lesung von Daniel Badraun mit verkleideten Weinfelder Schülern im Napoleonmuseum.

Bild: Andrea Stalder

(red) Der Arenenberg ist ein geschichtsträchtiger Ort. Am 9.Mai 1906 schenkte Kaiserin Eugénie – die Gattin von Napoléon III, dem letzten Kaiser von Frankreich – das gesamte Besitztum dem Kanton Thurgau. Im Schenkungsvertrag wurde festgehalten, dass das Schloss als Museum dienen sollte und die Ökonomiegebäude zu Erziehungszwecken umzubauen seien.

«Heute ist der Arenenberg ein beliebtes Ausflugsziel und Kompetenzzentrum in vielerlei Hinsicht: einziges deutschsprachiges Museum zur napoleonischen Geschichte, innovativer Impulsgeber für Entwicklungen im ländlichen Raum sowie Bildungsstandort für die Landwirtschaft, die Ernährungs- und Hauswirtschaft, den Musikinstrumentenbau und die Öffentlichkeit.» Das schreibt der Kanton Thurgau in einer Mitteilung.

Das neue Gewächshaus des BBZ Arenenberg.

Das neue Gewächshaus des BBZ Arenenberg.

Bild: Reto Martin

Während bisher das Bildungs- und Beratungszentrum inklusive Gastronomie und Hotellerie dem Landwirtschaftsamt beziehungsweise dem Departement für Inneres und Volkswirtschaft unterstellt sind, ist das Napoleonmuseum als eines der sechs kantonalen Museen dem Kulturamt beziehungsweise dem Departement für Erziehung und Kultur unterstellt.

In den vergangenen Jahren haben sich die Verantwortlichen auf Stufe Departement, Amt und Betrieb intensiv mit einer Strategie zur gemeinsamen Entwicklung des Arenenbergs befasst. Die vom Regierungsrat im vergangenen Jahr genehmigte Strategie sieht ein weiteres Wachstum und eine Öffnung des kulturtouristischen Angebots vor.

Ein Pavillon mit Bänkli im Schlosspark auf dem Arenenberg.

Ein Pavillon mit Bänkli im Schlosspark auf dem Arenenberg.

Bild: Andrea Stalder

Eine Marke unter einer Führung

Um die Marke Arenenberg zu stärken, sei eine Zusammenführung in eine Organisation mit einer zentralen Leitung entscheidend, schreibt der Kanton. «Die Gesamtverantwortung am Arenenberg inklusive Napoleonmuseum wird daher ab dem 1.Januar 2021 einem Direktor oder einer Direktorin innerhalb des Landwirtschaftsamts dem Departement für Inneres und Volkswirtschaft übertragen.» Mit dieser Zusammenführung soll sichergestellt werden, dass Synergien der einzelnen Geschäftsbereiche noch besser genutzt und Ressourcen gesamtheitlich und bedarfsgerecht eingesetzt werden. Die Wahl des neuen Direktors oder der neuen Direktorin werde im Laufe des Jahres 2021 erfolgen.

Basierend auf der zukünftigen Ausrichtung und Organisation habe ausserdem eine bauliche Gesamtschau für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre ergeben, dass beim Gästehaus, Prinzenflügel und weiteren Bauten Instandsetzungsbedarf besteht und Sanierungen anstehen. Die kantonale Denkmalpflege sei stets involviert. Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes soll eine zentrale Ankunftshalle geschaffen werden.

Martin Huber, Direktor des BBZ Arenenberg, im Stall.

Martin Huber, Direktor des BBZ Arenenberg, im Stall.

Bild: Thi My Lien Nguyen
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