Eine halbe Million besser als gedacht: Die Schule Erlen schliesst die Rechnung 2019 mit grossem Plus ab

Alle Schulstufen der Schule Erlen tragen zu einem positiven Ergebnis der Rechnung 2019 bei. Sie schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 167'000 Franken.

Monika Wick
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Nach der coronabedingten Pause sind die Schüler zurück auf der Schulanlage in Erlen.

Nach der coronabedingten Pause sind die Schüler zurück auf der Schulanlage in Erlen.

Bild: Monika Wick

Die Vorlage für die Botschaft der Gemeindeversammlung der Schule Erlen liegt druckreif bereit. Gedruckt wird sie erst, wenn definitiv klar ist, dass die Gemeindeversammlung wie geplant am Donnerstag, 27. August, nachgeholt werden kann. «2020 ist ein intensives Jahr», sagt Heinz Leuenberger. «2019 war aber auch sehr intensiv», fügt der Präsident der Schule Erlen hinzu.

Damit meint er nicht die coronabedingten Unannehmlichkeiten des laufenden Jahres, sondern die Arbeiten der Baukommission für die Umsetzung des Projektes «Ersatz-Neubau Kindergarten Schöntal», die Einführung der familienergänzenden Betreuung «Colori», die Lancierung der neuen Homepage sowie die Sanierung der Aussenanlage der Schule Erlen und die in zwei Etappen erfolgte Sanierung des Mittelstufenschulhauses.

Mittlerweile liegen die Bauabrechnungen vor und warten darauf, von den Stimmberechtigten genehmigt zu werden. Für die Sanierung der Aussenanlage genehmigte der Souverän im November 2017 einen Kredit über 420'000 Franken. «Erfreulicherweise fallen die Gesamtkosten um rund 16'000 Franken tiefer aus als beantragt», freut sich Leuenberger.

Kulturfonds trägt zum positiven Abschluss bei

Die Gesamtkosten für die erste Etappe der Sanierung des Mittelstufenschulhauses fielen um rund 35'000 Franken tiefer aus als der beantragte Kredit über 995'000 Franken. «Das liegt auch am Investitionsbeitrag über 70'000 Franken, den der Kulturfonds für die Bühnentechnik beigesteuert hat», gibt Leuenberger unumwunden zu.

Bei der zweiten Etappe der Teilsanierung wurde der genehmigte Kredit von 2,24 Millionen Franken um rund 170'000 Franken überschritten. «Durch den Umstand, dass die Gesetzgebung im Bereich des Brandschutzes auf den 1. Januar 2019 geändert hat, mussten beim Projekt erhebliche Anpassungen gemacht werden, welche zum Zeitpunkt der Budgeterarbeitung noch nicht bekannt waren», erklärt Leuenberger.

Fast eine halbe Million besser als budgetiert

«Finanziell steht die Schule Erlen auf gesunden Beinen. 2019 hat die Rechnung einmal mehr besser geschlossen als erwartet», sagt Heinz Leuenberger. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass die Rechnung anstelle des budgetierten Aufwandüberschusses von rund 310000 Franken mit einem Ertragsüberschuss von rund 167'000 Franken schliesst und somit um rund 487'000 Franken besser ausfällt als erwartet.

Als hauptsächliche Gründe für das bessere Ergebnis nennt Leuenberger höhere Grundstückgewinnsteuern, den Minderaufwand bei Schülertransporten, einen tieferen Zinsaufwand und den Aufwand, der auf allen Schulstufen unter dem Budget geblieben ist. «Nun sind wir gespannt, wie sich in der nächsten Rechnung der Sonderaufwand in Sachen Corona niederschlägt», sagt Leuenberger.

Erneuerungsfond aufgelöst

Per Ende 2019 wurde der Erneuerungsfond der Schule aufgelöst

An der Gemeindeversammlung vom 27. August beantragt die Schulbehörde, den Ertragsüberschuss von rund 167'000 Franken ins Eigenkapital fliessen zu lassen, welches danach rund 3,3 Millionen Franken beträgt. Bisher sind Gewinne auch in einen Erneuerungsfonds geflossen. «Dieser wurde per 31. Dezember 2019 vollumfänglich aufgelöst», erklärt Daniela Gmür- Filippi, Leiterin Finanzen. Mit der Entnahme von rund 315'000 Franken wurden noch fehlende Screens, die neue Website sowie bauliche Anpassungen für den Unterricht oder die Betreuung in Andwil, im Backsteinhaus und in der alten Turnhalle vorgenommen. (mwg)