Eine frohe Botschaft für die Einwohner von Basadingen-Schlattingen: Erstmals seit zehn Jahren rechnet der Gemeinderat wieder mit schwarzen Zahlen im Budget

Politisch Basadingen-Schlattingen: Budget, Steuerfuss und zwei Objektkredite über insgesamt 885000 Franken kamen klar durch.

Thomas Güntert
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Das Dorf Basadingen (Gemeinde Basadingen-Schlattingen) aus der Luft.

Das Dorf Basadingen (Gemeinde Basadingen-Schlattingen) aus der Luft.

Bild: Reto Martin
Gemeindepräsident Peter Mathys an der Budgetversammlung von vergangenem Freitagabend.

Gemeindepräsident Peter Mathys an der Budgetversammlung von vergangenem Freitagabend.

Bild: Thomas Güntert

Ein gutes Omen für die Zukunft. Es war der erste Voranschlag der neuen Kassenamtsleiterin Debora Schäfli – und dieser rechnete mit schwarzen Zahlen. Bevor die Gemeindeversammlung unter der Leitung von Gemeindepräsident Peter Mathys am Freitagabend in der Schlattinger Gemeindeschüür über das Budget befinden konnte, standen noch zwei Objektkredite an.

Das kantonale Tiefbauamt hat die Sanierung der Kantonsstrasse vom Dorfausgang Basadingen bis zum Kreisel Dickihof in die Planung 2020 aufgenommen. Allerdings laufen noch Abklärungen, ob die sechs Meter breite Strasse um einen Meter verbreitert wird, da sie für den Schwerverkehr eigentlich zu schmal ist. Der Gemeinderat würde im gleichen Zug die Werkleitung von der Bachbrücke Chatzenbach bis ins Industriequartier Eschenwies sanieren und beantragte einen Objektkredit von 430'000 Franken. Mathys bemerkte, dass die Kostenschätzungen eher hoch angesetzt seien. Vermutlich müsse nicht die gesamte Wasserleitung ersetzt werden.

Die Stimmbürger an der Budgetversammlung.

Die Stimmbürger an der Budgetversammlung.

Bild: Thomas Güntert

Der zweite Objektkredit von 455'000 Franken bezieht sich auf die Sanierung der Werkleitungen in der Azenwiesstrasse in Schlattingen, wo der Stromverteilerkasten erneuert werden muss. Da sich bei Regenfällen immer wieder ein Rückstau bildet, muss auch die stark verkalkte Regenwasserleitung erneuert werden. Bei der Wasserleitung werden lediglich die Absperrschieber ersetzt. Die 43 anwesenden Stimmberechtigten winkten beide Projektkredite einstimmig durch.

Die Wende zu positiven Zahlen

Basadingen-Schlattingen konnte erstmals seit zehn Jahren wieder ein positives Budget präsentieren. Mathys zeigte sich erfreut, dass die Sozialkosten wieder sinken. Sie bewegen sich mit 360'000 Franken zwar immer noch auf einem hohen Niveau, doch liegen sie um fast 137'000 Franken tiefer als in der Rechnung 2018. Ähnlich sieht es beim Gesundheitswesen aus. Die Kosten für die Langzeitpflege steigen zwar von 137'000 Franken auf 177'000 Franken an, doch bei der ambulanten Krankenpflege sorgt der Kanton für eine Entlastung von 40'000 Franken. Steuerfuss (54 Prozent) und Budget wurden grossmehrheitlich respektive einstimmig genehmigt.

Gewinn von 152'000 Franken budgetiert

Das Budget 2020 weist bei einem Aufwand von 5,55 Millionen Franken einen Gewinn von rund 152000 Franken aus. Die Bruttoinvestitionen liegen bei 2,9 Millionen Franken, wobei nach Abzug der Zuschüsse für die Gemeinde 1,3 Millionen Franken Nettoinvestitionen verbleiben. Mit rund 1,8 Millionen Franken wird ein leicht höherer Steuerertrag als im Jahr 2019 erwartet. Durch den zusätzlichen Sozialausgleich von knapp 30'000 Franken erhöhen sich die Einnahmen durch den Finanz- und Lastenausgleich auf 109'000 Franken. Die Kiesabgaben der Firma Cabema erhöhen sich um 30'000 Franken auf 52'000 Franken, und von der TKB gibt es eine Gewinnausschüttung von 45'000 Franken. Das Eigenkapital von 4,9 Millionen Franken ist rund 1,3 Millionen Franken tiefer als das Verwaltungsvermögen – eine Pro-Kopf Verschuldung von 1683 Franken. (gün)

Mathys erklärte, dass die Pläne für die Revitalisierung des Geisslibachs nochmals leicht angepasst wurden. Die Gemeindeversammlung hatte im Mai einen Bruttokredit von 750'000 Franken für den Abschnitt Axpo-Brücke bis Furtmühle genehmigt. Die überarbeiteten Pläne liegen noch bis zum 12. Dezember öffentlich auf. Nach der Bearbeitung von allfälligen Einsprachen soll im Sommer mit den Bauarbeiten begonnen werden. Mathys erwähnte, dass die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich 100'000 Franken an das Projekt beisteuern werden.

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