Kanton Thurgau sichert sich mit zweitem Rechenzentrum ab

Nach einer Vorbereitungszeit von knapp eineinhalb Jahren war es vor kurzem so weit: Das Amt für Informatik des Kantons Thurgau hat in Frauenfeld ein zweites Rechenzentrum bezogen.

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Amtschef Leo Kuster im neuen Rechenzentrum in Frauenfeld. (Bild: PD)

Amtschef Leo Kuster im neuen Rechenzentrum in Frauenfeld. (Bild: PD)

Letztlich war es eine Frage der Sicherheit, weshalb das Amt für Informatik (AFI) eines der beiden Rechenzentren von Weinfelden nach Frauenfeld gezügelt hat. «Nach einer Risikoanalyse kamen wir zum Schluss, dass es nicht tragbar ist, wenn beide Rechenzentren am gleichen Ort sind», wird Leo Kuster, Chef des Amts für Informatik, in einer Medienmitteilung des kantonalen Informationsdiensts zitiert. Gerade ein Naturereignis wie ein Hochwasser oder ein Brand hätte beide treffen können. Und würden tatsächlich beide Rechenzentren ausfallen, hätte das gravierende Folgen: Die kantonale Verwaltung würde drei bis sechs Monate stillstehen. In den beiden Rechenzentren betreibt das AFI alle zentralen IT-Systeme, darunter rund 900 Server. Gespeichert werden sämtliche Daten der Kantonsverwaltung.

Hinzu kommen IT-Systeme weiterer Kunden. Dazu gehören rund 30 Gemeinden, die beim AFI Leistungen beziehen, auch Kirchgemeinden, soziale Institutionen und andere Kantone.

Beim Umzug war ein Unfall die grösste Gefahr

Auch deshalb war es laut Kuster angezeigt gewesen, die Sicherheitsrisiken zu minimieren. Das Frauenfelder Rechenzentrum befindet sich im EKT-Datacenter in der Kleinen Allmend, zwischen dem CCA und dem Sportplatz. Der Umzug setzte eine lange und sorgfältige Planung und Vorbereitung voraus. Die grösste Gefahr bestand dabei bei Materialbeschädigung zum Beispiel durch einen Verkehrsunfall.

Es habe aber alles bestens geklappt, heisst es in der Mitteilung. Der Betrieb der kantonalen Informatik sei nun auch für Brand- oder Hochwasserereignisse abgesichert. (red)