Ein Weilchen Ruhe dank der Kindereisenbahn in Felben

Der kleine Dampfzug ist die grosse Attraktion für Klein und Gross am Christbaumfest in Felben.

Andreas Taverner
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Stephan Birchmeier steuert den kleinen Dampfzug durch den Tannenwald.

Stephan Birchmeier steuert den kleinen Dampfzug durch den Tannenwald.

(Bild: Andreas Taverner)

Mega gut hat Roan die Fahrt mit dem Dampfzug gefallen. Dieses Jahr speziell für ihn: Er durfte ohne Begleitung mitfahren. Doch aus der einen Runde wurden nicht nur für Roan, sondern für die meisten Kinder am Christbaumfest am Samstag in Felben gleich mehrere Runden.

Das Highlight auf dem Dampfzug durch den kleinen Tannenwald sollte für ihn aber erst noch kommen. Er durfte auf dem Schoss von Lokomotivführer Stephan Birchmeier eine ganze Fahrt von gut fünf Minuten Dauer geniessen. Unterdessen ermahnt eine Frau ihren Mann: «Du weisst schon, wie gross unsere Stube ist?». «Mit Spitz maximal zwei Meter!», ruft sie ihm noch zu. Dieser hat jedoch eine rund drei Meter hohe Tanne auserkoren.

Eine Art Weihnachtsritual

Unterdessen füllt Lokführer Birchmeier Kohle nach und die nächsten Passagiere besteigen die vier offenen Wagen. Ihnen allen gemeinsam ist, dass sie sichtlich Spass und Freude an der Fahrt haben. Ein Vater sieht es praktisch. «Für zwei Franken haben wir dann ein Weilchen Ruhe», bemerkt er. Für andere Besucher ist der Gang zum Christbaumfest, das Familie Schär an der Gartenstrasse seit vielen Jahren zur Freude von Jung und Alt betreibt, zu einer Art Weihnachtsritual geworden, wie eine Mutter von zwei Kindern sagt.

Christbäume, die es so anderswo nicht gibt

Speziell schön findet sie, dass hier verschiedene Arten wachsen können, wie sie wollen. «Letztes Jahr sah ein Tännchen noch nicht so schön aus wie heute», sagt sie, und zeigt auf den besagten Baum. «Wie er sich entwickelt, hängt von vielen Faktoren ab wie zum Beispiel vom Regen», sagt sie. «So haben wir immer einen einzigartigen Weihnachtsbaum» und fügt hinzu: «Einen Baum, den es anderswo so sicher nicht zu kaufen gibt.»

Grösser soll der Anlass vor Weihnachten nicht werden, meint Stefan Schär, ansonsten ginge die spezielle Atmosphäre verloren. Ob Nick Schär, sein Sohn einmal die Tradition weiterführen wird, ist ungewiss. «Er ist in der zweiten Sek, da ist noch alles offen», meint sein Vater. Unterdessen haben Tim und Alina in der Dampfbar die Brio-­Bahnanlage mit ihren hölzernen Schienen und Fahrzeugen für sich zum Spielen entdeckt.

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