Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Ein Vierteljahrhundert
am Schalter der Wängemer
Gemeindeverwaltung

Ursprünglich wollte sie nur zwei Jahre bleiben. Es ist anders gekommen. Am Mittwoch feiert Zita Wellauer ihr Dienstjubiläum von 25 Jahren bei der Gemeindeverwaltung.
Roman Scherrer
Seit ihrem Lehrabschluss empfängt Zita Wellauer die Wängemer im Gemeindehaus. (Bild: Roman Scherrer)

Seit ihrem Lehrabschluss empfängt Zita Wellauer die Wängemer im Gemeindehaus. (Bild: Roman Scherrer)

«Ich bin ein Verwaltungsmensch», sagt Zita Wellauer. Weiter zu unterstreichen braucht sie diese Aussage gar nicht. Am 1. August feiert sie nämlich ihr Jubiläum zu bereits 25 Dienstjahren bei der Gemeinde Wängi. Seit 1993 leitet sie dort die Einwohnerkontrolle und empfängt die Besucher des Gemeindehauses am Schalter.

«Ursprünglich dachte ich, dass ich etwa zwei Jahre hierbleibe und danach zurück ins St. Gallische gehe», sagt Wellauer, die ihre kaufmännische Lehre bei der Gemeinde Waldkirch absolviert hatte. Dort habe sie eine sehr gute Ausbildung genossen. An ihrer Lehrabschlussprüfung war sie denn auch die einzige der Absolventen, die bereits eine Anstellung nach der Lehrzeit vorweisen konnte – bei der Gemeinde Wängi. «Wegen des Jobmangels war es damals sehr schwer, eine Stelle zu finden.»

Wohnung über Verwaltung bezogen

An jenem Tag als Zita Wellauer in Wängi ihren Arbeitsvertrag unterzeichnete, zeigte ihr der damalige Gemeindepräsident Fritz Horber gleich ihre künftige Wohnung – direkt über dem Eingang des Gemeindehauses. Zehn Jahre lang hat sie anschliessend selber in der Gemeinde gewohnt, heute lebt sie in Frauenfeld. Wellauer schwärmt von Wängi: «Die Gemeinde hat eine sehr gute Grösse, eine gute Infrastruktur und wir haben ein tolles Team in der Verwaltung.» Mit Wängi und der Verwaltung sei sie «mit Herzblut verbunden».

Wängi kennt Zita Wellauer. Und sie kennt Wängi bestens. Allerdings ist das natürlich kurz nach ihrer Anstellung noch nicht so gewesen. So sei damals ein Einwohner zu ihr an den Schalter gekommen und habe nach einer «Verlängerung für den Hühnerstall» angefragt. Sofort hatte sie ihm darauf ein Baugesuchsformular gegeben und ihn gebeten, diese Verlängerung mit dem Formular einzureichen. «Dabei ist der Hühnerstall ein Restaurant hier», sagt Wellauer lachend. So habe der Einwohner eigentlich keine Baubewilligung, sondern eine Bewilligung für verlängerte Öffnungszeiten gebraucht.

Viele Aufgaben übernommen

Während ihrer Zeit in Wängi hat Zita Wellauer nebst der Leitung der Einwohnerkontrolle schon so manche andere Aufgabe übernommen: Zivilstandsamt, AHV-Zweigstelle oder Arbeitsamt. Einige sind wieder weggefallen, andere sind geblieben. Letzteres trifft auf die Buchhaltung der Sozialen Dienste zu. Auch dieses Amt hat sie einmal aushilfsweise geleitet, nachdem der eigentliche Leiter von einem auf den nächsten Tag gekündigt hatte. In dieser Zeit war Wellauer sehr gefordert. «In der Einwohnerkontrolle konnte ich während dieser Zeit nur das Nötigste erledigen», erinnert sie sich.

Vor gut drei Jahren konnte Zita Wellauer gar einmal das Wahlbüro führen, was eigentlich die Aufgabe des Gemeindeschreibers ist. Da sich der damalige Gemeindeschreiber Thomas Goldinger aber selber der Wahl zum Gemeindepräsidenten gestellt hatte, musste er in den Ausstand treten.

Gleichen Unterricht besucht wie der Gemeindepräsident

Goldinger wurde gewählt. Wellauers bisheriger Kollege wurde damit zu ihrem Chef. Dieser Wechsel habe sehr gut funktioniert. Natürlich begegne man sich mit Respekt. «Das ist doch auch normal. Ich würde aber nach wie vor zu ihm gehen, wenn ich eine Frage habe», sagt Wellauer. Die Wege von ihr und Thomas Goldinger haben sich früh schon einmal gekreuzt. Beide haben eine Verwaltungslehre im Kanton St. Gallen absolviert – im gleichen Jahrgang. So haben sie sich damals im Branchenkunde-Unterricht gesehen. «Gekannt habe ich ihn damals noch nicht, nur vom Sehen her», sagt sie.

Die Arbeit in der Gemeindeverwaltung gefällt Zita Wellauer nach wie vor sehr. «Ich schätze den Kundenkontakt und die Abwechslung, die ich hier habe.» Natürlich, sagt sie, habe sie sich selber auch schon gefragt, ob sie den Arbeitgeber nicht einmal wechseln soll. «Es wäre für mich aber an keinem anderen Ort wieder so gut wie hier», sagt Wellauer. Und schliesslich habe sie auch gar nie wirklich einen Grund gehabt, die Wängemer Verwaltung zu verlassen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.