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«Ein unglaubliches Gefühl auf dem Podest»: So freut sich Vizeweltmeisterin Samanta Kämpf aus Dettighofen

Samanta Kämpf aus Dettighofen wird an Berufsweltmeisterschaften in Kasan (RU) Zweite bei den Möbelschreinern. Gross ist die Freude beim Arbeitgeber und bei der Wohngemeinde Pfyn.
Stefan Hilzinger
Samanta Kämpf mit Experte Tobias Hugentobler aus Braunau nach der Siegerehrung in Kasan. (Fotos: Michael Zanghellini)

Samanta Kämpf mit Experte Tobias Hugentobler aus Braunau nach der Siegerehrung in Kasan. (Fotos: Michael Zanghellini)

Am Quartierfest kommenden Samstag in Dettighofen gibt es zünftig was zu feiern. Im Dorf auf dem Seerücken wohnt Samanta Kämpf, seit Dienstag Vizeweltmeisterin der Schreiner. Heute kommt sie mit dem Flugzeug aus Moskau in Kloten an. «Ich werde am Empfang dabei sein», sagt eine überglückliche Jacqueline Müller, Gemeindepräsidentin von Pfyn. Sie sei mächtig stolz, und die Freude sei umso grösser, als die Silbemedaillengewinnerin in Dettighofen ihre Nachbarin sei. «Sie hat unglaublich viel in den Wettkampf investiert – und das alles während der Lehrabschlussprüfung», sagt Müller.

Möbelschreinerin Samanta Kämpf konzentriert an der Arbeit mit Hammer und Stechbeitel. (Foto: Michael Zanghellini)

Möbelschreinerin Samanta Kämpf konzentriert an der Arbeit mit Hammer und Stechbeitel. (Foto: Michael Zanghellini)

Gestern befand sich Kämpf bereits auf auf der Rückreise aus Kasan, wo die «WorldSkills», die Berufsweltmeisterschaften, stattfand. Am Dienstagabend fand in der Stadt an der Wolga, 800 Kilometer östlich von Moskau, die Schlussfeier mit Siegerehrung statt. Sie sagt:

«Wir erfuhren vor der Schlussfeier wirklich nichts. Wir mussten alle bibbern.»

Doch als bei den Möbelschreinern dann die Schweiz ausgerufen worden sei, da wusste sie: «Ich habe eine Medaille!» Den zweiten Platz teilt Kämpf sich mit dem Chinesen Jinqing Wu. In dem spannenden und anspruchsvollen Wettbewerb hat einzig der Ungar Krisztian Simon besser abgeschnitten als sie. Auf dem dritten Rang klassierte sich der Österreicher Julian Hannes. Es nahmen 30 junge Berufsleute aus aller Welt teil, unter ihnen zwei Frauen.

Die Leistung im richtigen Moment abrufen

«Mir bleibt da eigentlich nur eins zu sagen: Chapeau! Hut ab vor dieser Leistung», sagt Marc Herzog, Geschäfsführer der Firma Herzog Küchen, bei der Kämpf ihre Ausbildung zur Möbelschreinerei absolviert. Mit einer Medaille rechnen könne man bei diesem anspruchsvollen Wettbewerb nicht einfach so, sagt Herzog. Doch die Ausganglage sei gut gewesen. Samanta Kämpf habe wirklich viel in die Vorbereitung investiert. «Es ist wie bei Spitzensportlern, die im richtigen Moment die Leistung abrufen können», sagt Herzog. Die Berufswettkämpfe fänden unter Zeitdruck und vor Publikum statt. «Ein Riesenrummel ist das.»

Während des Wettkampfs sei die grösste Herausforderung die knapp bemessene Zeit gewesen, berichtet Kämpf aus Kasan. Es seien ihr einige Fehler passiert, da die Zeit für die Herstellung des Möbels recht knapp bemessen war, gibt sie gegenüber der «Schreiner Zeitung» zu Protokoll. Doch nun zählt einzig die Freude über den zweiten Platz: «Es war ein unglaubliches Gefühlt auf dem Podest. Ich kann es noch kaum glauben.»

Hinweis
Heute, 13.15 Uhr, gibt es in der Ruebisbachhalle in Kloten einen öffentlichen Empfang für die frisch zurückgekehrten Schweizer Berufsathleten.

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