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Die Frauenfelder «Moschee des Lichts» lädt zum Tag der offenen Tür

Am Sonntag feierte die «Moschee des Lichts» ihren ersten Geburtstag und lud deshalb zum Tag der offenen Tür ein.
Christof Lampart
Zemri Neziri, einer der freiwilligen Helfer, führte am Sonntagvormittag durch die Räumlichkeiten der Moschee. (Bild: Christof Lampart)

Zemri Neziri, einer der freiwilligen Helfer, führte am Sonntagvormittag durch die Räumlichkeiten der Moschee. (Bild: Christof Lampart)

Vor dem Gebäude hingen überall bunte Ballone, welche die Besucher willkommen hiessen. Links ist der Eingang für die Frauen, rechts der für die Männer. «Wir beten in der Moschee gemeinsam, doch verfolgen wir die Gebete räumlich getrennt, die Männer unten, die Frauen oben auf der Galerie. Das gehört zu unserem Religionsverständnis und daran stört sich hier niemand», erklärt der Freiwillige Zemri Neziri, welcher am Sonntagvormittag die Führung durch die Räumlichkeiten übernimmt.

Stimmen und Gelächter dringen vom Untergeschoss herauf. Dort hat sich eine bunt gemischte Gruppe, Frauen und Männer, im grossen Aufenthaltsraum versammelt, und diskutiert angeregt. Der Andrang an Besuchern hält sich am Sonntagvormittag noch in Grenzen, doch werden alle, die den Weg an die Gewerbestrasse 6 finden, herzlich willkommen geheissen, ihnen wird Kaffee und Kuchen angeboten. Für viele Muslime ist es für eine Weile die letzte Gelegenheit, um tagsüber etwas zu essen, denn in wenigen Stunden, am Sonntagabend, beginnt der islamische Fastenmonat Ramadan. Neziri sagt:

«Das Gemeinschaftsgefühl bei unseren Mitgliedern ist sehr ausgeprägt».

Dies habe sich beim Bau der Moschee gezeigt, deren heller Gebetsraum zum Verweilen, die kunstvoll an die Decke kalligrafierte Sure (Kapitel im Koran) zum Staunen einlädt. Dass man mit 1,6 Millionen Franken auskam, die «Moschee des Lichts» zu finanzieren, war nur deshalb möglich, weil viele Menschen Fronarbeit leisteten. «Hier haben viele unserer 320 Mitglieder, aber auch Aussenstehende kräftig Hand angelegt oder im Rahmen ihrer Möglichkeiten Geld gespendet», erklärt Neziri stolz.

Mit Kameras gegen Auswüchse

Noch etwas ist Neziri wichtig: das Abbauen von Vorurteilen. «Wir freuen uns sehr, wenn Menschen, die nicht unserer Gemeinschaft angehören, bei uns vorbeischauen. Wir suchen zwischen den Religionen den Dialog, nicht das Trennende. Extremisten haben bei uns keinen Platz.»

Untermauert wird Neziris Aussage durch die diskret angebrachten Kameras, welche nach Rücksprache mit der Polizei montiert wurden. Mit diesen kann der Moschee-Vorstand alle Gläubigen beobachten und sofort handeln, sollte es sich herausstellen, dass jemand radikales Gedankengut in der Moschee verbreiten möchte. Zwar seien die Kameras diesbezüglich noch nie gebraucht worden, doch Neziri macht klar, wie gehandelt werden würde, träte der Fall ein: «Dann würden wir den Menschen aus der Moschee weisen und der Polizei Meldung machen.»

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