Eschenzer pflanzen einen Schutzwall für Tiere

Die Interessensgemeinschaft Grün Eschenz hat entlang der Kantonsgrenze einen Rückzugsort für Kleintiere geschaffen. Obwohl er sich auf Schaffhauser Gebiet befindet, beteiligt sich der Kanton Thurgau an den Kosten.

Peter Spirig
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Die Mitglieder der Interessensgemeinschaft Grün Eschenz (IGE) setzen sich zum Schutz für Tiere ein. (Bild: Peter Spirig)

Die Mitglieder der Interessensgemeinschaft Grün Eschenz (IGE) setzen sich zum Schutz für Tiere ein. (Bild: Peter Spirig)

Peter Brunner von der Interessensgemeinschaft Grün Eschenz (IGE) nannte es eine Überraschung, dass die Pflanzen vom Kanton Thurgau bezahlt werden, obwohl sie auf dem Gebiet des Kantons Schaffhausen gesetzt wurden. Sie sind auf einer Länge von 200 Meter und teilweise auf einer Breite von drei Metern in Reih und Glied gesetzt worden.

Entstanden ist der Schutzwall entlang der gänzlich in Eschenz gelegenen Hofwiesenstrasse. Ihr entlang verläuft die Grenze zwischen Stein am Rhein und Eschenz und damit auch die Grenze zwischen den Kantonen Schaffhausen und Thurgau.

Der Schutzwall kam auf der Nordseite und damit auf dem Gebiet der Stadt Stein am Rhein zu stehen. Er besteht aus zahlreichen verschiedenartigen Pflanzen, die am Samstag von der IGE trotz einer Temperatur von knapp über dem Gefrierpunkt gesetzt wurden.

Auch ein Grossverteiler zahlt mit

Der Wall dient als Schutz für die Rückzugsorte verschiedener Kleintiere. Bei den Rückzugsorten handelt es sich um Biotope, die sich unmittelbar auf der gegenüberliegenden Strassenseite befinden und als Flächen von nationaler Bedeutung gelten.

An den Kosten jener Pflanzen, die direkt entlang des Migros-Gebäudes gesetzt wurden, beteiligt sich zur Hälfte auch der Grossverteiler. Der andere Teil wird vom Kanton Thurgau übernommen. Das Setzen und die Pflege der Pflanzen ist Sache der IGE.

Insgeheim hofft man bei den Naturschützern auch dem Verkehr Herr zu werden. Bisher hatte man dem Verkehrsaufkommen auf der unbefestigten Strasse kaum Beachtung geschenkt. Am Samstagmorgen konnte aber beobachtet werden, dass die Strasse, auf der ein eingeschränktes Fahrverbot gilt, immer wieder von Autos befahren wurde.