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Sirnacher Kinder lernen den Hinterthurgauer Wald kennen

Revierförster Claude Engeler zeigte Sirnacher Kindern seinen Arbeitsort. Die zweistündige Bildungsveranstaltung fand im Nachgang des Internationalen Tages des Waldes statt.
Jörg Rothweiler
Revierförster Claude Engeler erklärt den Kindern, wie der Zaunkönig lebt. (Bild: Jörg Rothweiler)

Revierförster Claude Engeler erklärt den Kindern, wie der Zaunkönig lebt. (Bild: Jörg Rothweiler)

«Der Baum war ja noch viel älter als meine Grossmutter», sagt ein Kindergärtler sichtlich beeindruckt, nachdem er die Jahrringe gezählt hatte.

Zwei Dutzend Kinder der Sirnacher Primarschule Egg und zwei ihrer Lehrerinnen waren zum Schiessstand Hurnen am Fuss des Hackenbergs gekommen, um den dortigen Wald zu erkunden.

Empfangen wurden die Kinder von Claude Engeler, Revierförster des Forstreviers Sirnach (Gemeinden Bichelsee-Balterswil, Eschlikon, Sirnach, Teile Münchwilens, Wilen und Rickenbach) und Thomas Rüegg, Vorarbeiter beim Forstrevier Fischingen-Tobel. Die beiden hatten so einiges vorbereitet und erzählten den vor Neugierde nahezu platzenden Kindern zuerst die Geschichte, wie der Zaunkönig zum «König der Lüfte» wurde.

Am Hackenberg leben Gämsen

Dann erklärte Claude Engeler, wo der Zaunkönig sein Schloss hat – und zeigte auf einen Haufen aus Ästen, Baum- und Rindenstücken am Waldrand. «Das ist kein Holzdepot, sondern ein Lebensraum», sagte er. «In solchen Asthaufen lebt der Zaunkönig – und mit ihm zahlreiche andere Tiere des Waldes. Wer diese Asthaufen entfernt, auseinanderreisst, anderweitig zerstört oder gar anbrennt, vernichtet deren Lebensraum». Gebannt lauschten die Kinder den Erzählungen des Revierförsters – und schon bald waren sie mittendrin in einer pfiffigen Bildungsveranstaltung.

Thomas Rüegg will wissen: Wie vertreibt der Fuchs den Dachs aus dem Bau?

Thomas Rüegg will wissen: Wie vertreibt der Fuchs den Dachs aus dem Bau?

Thomas Rüegg ging mit einer Hälfte der Kindergruppe tiefer in den Wald – um nach den Tieren des Waldes Ausschau zu halten. Die Kinder erfuhren, wo Fuchs, Reh, Wildschwein, Hirsch, Luchs, Marder, Eichhorn, Dachs, Feldhase und am Hackenberg sogar Gämsen «wohnen», wovon sie sich ernähren, wie sie leben und wie sie miteinander interagieren.

Zudem erzählte er, wie Rehe den jungen Bäumen schaden – und was man dagegen tun kann. Danach ging’s auf spannende Spurensuche. Reh- und Fuchsspuren wurden entdeckt und eine alte Fuchshöhle, ziemlich weit oben an einem Steilhang erkundet – mit viel Gejohle und manch braunem Hosenfüdli vom runterrutschen.

Claude Engeler indes zeigte den Kindern die Vielfalt der Pflanzen, demonstrierte, wie junge Bäume geschnitten werden und wie ein Schloss für den Zaunkönig errichtet wird. Die Kinder halfen mit – und im Nu wurde an diesem Vormittag ein wundervolles Zuhause für einen Zaunkönig aufgeschichtet.

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