Neue Wirtin: Im Aadorfer «Grütli» ist kein Ruhetag vorgesehen

Das Restaurant Grütli in Aadorf soll eine Raucher- und Handwerkerbeiz bleiben. Wiedereröffnung ist am 16. November.

Kurt Lichtensteiger
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Frauenpower im «Grütli» mit Jenni, Katja, Edith Capula und Jessica.

Frauenpower im «Grütli» mit Jenni, Katja, Edith Capula und Jessica.

(Bild: Kurt Lichtensteiger)

Die neue Gastgeberin Edith Capula hat in diesen Tagen alle Hände voll zu tun, um zur Wiedereröffnung des Restaurants Grütli in Aadorf bereit zu sein. Zwei Malerinnen erhalten Anweisungen für die neue Beschriftung an der Aussenwand, derweil im Gartenrestaurant zwei Männer daran sind, die rund 100-jährige Reblaube zu stutzen. Beim neuen Stammtisch zeugt ein eingelegtes, auf Hochglanz poliertes Chromstahlblech mit ausgelasertem Schriftzug von beachtlicher Handwerkskunst. Ansonsten stehen keine grossen Änderungen bevor, denn das Restaurant soll im Grundsatz so bleiben, wie es immer war, nämlich eine beliebte Handwerker- und Raucherbeiz.

Auf deren Bedürfnisse ist denn auch die Küche ausgerichtet: Saisonale Produkte und auf Handwerker zugeschnittene Portionen sollen die Hungrigen zu fairen Preisen zufriedenstellen. «Ich biete eine Erlebnisgastronomie mit Nicht-Alltäglichem. Ob bei einem Znüni-Hit, einem kompletten Mittagsmenu oder einem Zvieri-Plättli für Jasser, vor Überraschungen ist niemand gefeit», versichert die gelernte Köchin Edith Capula. «Es gibt immer etwas», sagt sie, und verweist auf die Öffnungszeiten: «Das ‹Grütli› ist während sieben Tagen in der Woche geöffnet, und zwar von Montag bis Donnerstag, von 8.30 bis 21Uhr, Freitag und Samstag, von 8.30 bis 23Uhr und an Sonntagen, von 10 bis 15Uhr.»

Der liebevoll gestaltete Stammtisch ist bereit.

Der liebevoll gestaltete Stammtisch ist bereit.

(Bild: Kurt Lichtensteiger)

Auch wenn das Konzept zu überzeugen vermag, ist dies nicht genug. Eine zentrale Rolle in einer Dorfbeiz spielt die Gastgeberin. Edith Capula vermittelt den Eindruck, dass sie dank ihrer Ausstrahlung und ihrer Zugänglichkeit bei den Gästen auf Gegenliebe stösst. An gastronomischer Erfahrung fehlt es der 48-Jährigen ebenso wenig, bringt sie doch mehrjährige Erfahrung aus dem Gastrobereich mit. Als Zürcherin verweist sie zudem auf ihre Wurzeln, die sie mit dem Thurgau verbinden: Sie ist Bürgerin von Wängi.

Nun hat die Wirtin Edith Capula in Aadorf eine neue Herausforderung gefunden. Mit viel Herzblut will sie sich der neuen Aufgabe widmen, sei es in der Küche, im Restaurant mit seinen 55 Plätzen – coronabedingt auf 36 reduziert – oder in der lauschigen Gartenwirtschaft, die bei schönem Wetter auch im Winter offen steht. Drei Servicefachangestellte werden der Wirtin beiseitestehen.

Glücklich über die Wahl der neuen Pächterin ist auch Gebäudebesitzer Samuel Eschler, der in Edith Capula volles Vertrauen setzt und von deren Fähigkeiten überzeugt ist. Überzeugen lassen können sich auch die Aadorferinnen und Aadorfer ab dem 16. November.

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