Ein Quintett will neu in die Eschliker Schulbehörde: Die Kandidaten stellen sich vor

Gleich fünf neue Kandidaten stellen sich am 29. November der Wahl in die Eschliker Schulbehörde. Sie buhlen um drei frei werdende Sitze.

Christoph Heer
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Das «Böcklihaus» ist der Sitz der Eschliker Schulverwaltung und -behörde.

Das «Böcklihaus» ist der Sitz der Eschliker Schulverwaltung und -behörde.

Bild: Roman Scherrer

Es ist eine spezielle Ausgangslage. Mit Tanja Bosshard, Beat Müller und Pascal Nesci verzichten gleich drei Eschliker Schulbehördenmitglieder auf eine erneute Kandidatur. Überraschenderweise kommt es am 29. November dennoch zu einer Kampfwahl. Denn innert weniger Wochen haben sich fünf neue Kandidaten gemeldet.

Linus KöppelSchulpräsident Eschlikon

Linus Köppel
Schulpräsident Eschlikon

Bild: PD

Lediglich Schulpräsident Linus Köppel und Behördenmitglied Romana Gustin werden sich für eine weitere Legislatur empfehlen. Stellt sich die Frage, wie die Bisherigen diese Ausgangslage einordnen. «Es ist ein überaus positives Zeichen, dass sich fünf neue Kandidaten aufstellen lassen bei drei Rücktritten. Somit treten wir an eine neue Herausforderung fürs Teambuilding sowie für die strategische Ausrichtung der Schule», sagt Köppel.

Romana GustinSchulbehördenmitglied Eschlikon

Romana Gustin
Schulbehördenmitglied Eschlikon

Bild: PD

Für die Schule wünscht er sich, dass in Zukunft der nötige Schulraum für das anstehende Wachstum am Standort Eschlikon sichergestellt und energetische Optimierungen weiter vorangetrieben werden können. «Selbstverständlich gilt es, unser Kernziel nie aus den Augen zu verlieren. Mit allen unseren Massnahmen sollen unsere Schüler, mit Fokus auf unser Leitbild, bestmöglich aufs Leben vorbereitet werden.»

Romana Gustin betrachtet es ebenfalls als gutes Zeichen, dass sich fünf Kandidaten um die drei Sitze bewerben: «Es zeigt, dass unsere Schulpolitik interessiert.»

Vier Fragen an die fünf neuen Kandidaten:

Was hat Sie motiviert, sich in der Eschliker Schulbehörde einbringen zu wollen?

Patrick Faller: Als Fachdidaktiker bilde ich zukünftige Lehrpersonen aus. Ich unterrichte selber Kinder, Jugendliche und Erwachsene und bin sehr vertraut und erfahren mit der Institution Schule. Es ist ein Grundanliegen von mir, allen Kindern die Chance auf eine gute Bildung zu bieten.

Patrick Faller

Jahrgang: 1971Wohnort: EschlikonBeruf: Fachdidaktiker/LehrerZivilstand/Familie: verheiratet, ein Kind
Bild: Christoph Heer
Jahrgang: 1971
Wohnort: Eschlikon
Beruf: Fachdidaktiker/Lehrer
Zivilstand/Familie: verheiratet,
ein Kind

Ivana Cosic: Ich setze gerne neue Ideen und Konzepte um, entwickle Bestehendes weiter und begleite Projekte. Als ich von dieser Vakanz erfuhr, sah ich das genau als die Art von Herausforderung, welche mich motiviert. Ich bewege mich beruflich zudem im Bildungsumfeld.

Manuel Heim: Es wäre für mich eine neue und interessante Herausforderung in einem mir noch unbekannten Umfeld. Aktives Mittun und sich für das Dorfleben zu engagieren, sind mir wichtig.

Claudia Keller: Die Volksschulgemeinde Eschlikon geniesst in der Region einen sehr guten Ruf. Ich bin überzeugt, dass ich mit meiner vielschichtigen Erfahrung, meinem Elan und meiner konstruktiven Arbeitsweise die gute Arbeit meiner Vorgänger erfolgreich weiterführen kann.

Stephan Süess: Ich hege grosses Interesse an der Schulpolitik. Die Volksschulgemeinde Eschlikon gemeinsam vorwärtszubringen, macht ebenso Lust, wie von der Elternoptik hinter die Kulissen in die Behörde zu blicken.

Der Eschliker Schulraum wächst und wächst. Ist das ein gutes Zeichen?

Patrick Faller: In erster Linie zeigt das Wachstum der Schulräume wohl einfach das Wachstum der Bevölkerung an. In den letzten 20 Jahren hat die Bevölkerung in der Gemeinde Eschlikon um über 40 Prozent zugenommen. Infolgedessen wurde auch mehr Schulraum benötigt.

Ivana Cosic: Das Thema hat mit der Attraktivität und dem stetigen Wachstum der Gemeinde Eschlikon zu tun. Die Schulgemeinde muss mit diesem Wandel mitgehen.

Ivana Cosic

Jahrgang: 1985Wohnort: EschlikonBeruf: Sachbearbeiterin Human RessourcesZivilstand/Familie: verheiratet, zwei Kinder
Bild: Christoph Heer
Jahrgang: 1985
Wohnort: Eschlikon
Beruf: Sachbearbeiterin Human Ressources
Zivilstand/Familie: verheiratet,
zwei Kinder

Manuel Heim: Grundsätzlich ist das ein gutes Zeichen und spricht für die Attraktivität der Gemeinde. Ein ununterbrochenes Wachstum im Schulraum fordert aber eine weitsichtige Planung und eine funktionierende und vielseitige Infrastruktur.

Claudia Keller: Grundsätzlich ist der wachsende Schulraum ein Abbild des starken Bevölkerungswachstums der letzten 15 Jahre. Mir ist es ein Anliegen, dass die Steuergelder umsichtig in die Projekte investiert werden.

Stephan Süess: Gut oder schlecht ist hier nicht die Frage. Viel wichtiger ist, ob die Mittel nachhaltig und zukunftsgerichtet investiert werden. Diese Frage kann ich klar mit Ja beantworten.

Stephan Süess

Jahrgang: 1975Wohnort: WallenwilBeruf: VermögensverwalterZivilstand/Familie: verheiratet, drei Kinder
Bild: Christoph Heer
Jahrgang: 1975
Wohnort: Wallenwil
Beruf: Vermögensverwalter
Zivilstand/Familie: verheiratet,
drei Kinder

In welchem Fachbereich sehen Sie Ihre Stärken?

Patrick Faller: Viele Aufträge werden ja von aussen vorgegeben, etwa durch den Kanton. Ich werde mich mit Herzblut dafür einsetzen, dass diese Vorgaben gewinnbringend für Schule und Schüler umgesetzt werden.

Ivana Cosic: Die Einführung der familienergänzenden Tagesstruktur hat mich sehr gefreut. Das gesellschaftliche Angebot für Schüler und Jugendliche trägt stark zu einem attraktiven Wohnort bei. Bei Projekten in diese Richtung würde ich gerne mitwirken und meinen Beitrag dazu leisten.

Manuel Heim: Die baulichen Infrastrukturprojekte sind mein Ding. Ich bin aber auch offen für neue Herausforderungen.

Claudia Keller: Meine Interessen liegen primär im Bereich Gesundheit und Gesellschaft. Ich bin aber auch sehr offen für neue Themen. Es ist gut, dass die Schulbehörde heute nicht mehr in einzelne Ressorts aufgeteilt ist, in welchen viel Spezialwissen gefragt ist.

Claudia Keller

Jahrgang: 1983Wohnort: WallenwilBeruf: Dipl. Biomedizinische Analytikerin HFZivilstand/Familie: verheiratet, drei Kinder
Bild: Christoph Heer
Jahrgang: 1983
Wohnort: Wallenwil
Beruf: Dipl. Biomedizinische Analytikerin HF
Zivilstand/Familie: verheiratet,
drei Kinder

Stephan Süess: Ich bin offen für alle Aufgaben. Nach dem Senioritätsprinzip würde ich als Neuer das Ressort übernehmen, welches frei wird.

Wie schätzen Sie Ihre Wahlchancen ein?

Patrick Faller: Eine Wahl würde mich freuen. Wie die Chancen dazu stehen, kann ich nicht beurteilen.

Ivana Cosic: Ich bin überzeugt davon, dass die Stimmberechtigten meine Qualitäten erkennen und mir die Chance geben, diese Position anzutreten.

Manuel Heim: Mit dem Abgang von Beat Müller braucht es ein neues Mitglied mit einem technischen und handwerklichen Hintergrund. Das kann ich mit meiner Erfahrung bieten.

Manuel Heim

Jahrgang: 1981Wohnort: EschlikonBeruf: Landschaftsgärtner/Umweltingenieur FHZivilstand/Familie: verheiratet, zwei Kinder
Bild: Christoph Heer
Jahrgang: 1981
Wohnort: Eschlikon
Beruf: Landschaftsgärtner/
Umweltingenieur FH
Zivilstand/Familie: verheiratet,
zwei Kinder

Claudia Keller: Das ist schwierig einzuschätzen. Die vielen positiven Rückmeldungen auf meine Kandidatur ermuntern mich zusätzlich. Meine Wahlchancen sind intakt.

Stephan Süess: Meine Wahlchancen sind intakt.

Interpartei empfiehlt beide Bisherigen

Mit den Gesamterneuerungswahlen der Eschliker Schulbehörde hat sich auch die Interpartei befasst. Zwar habe man coronabedingt auf Hearings mit den Kandierenden verzichten müssen, schreibt sie in einer Mitteilung. Um die Kontinuität in der Behörde zu wahren empfehlen die Eschliker Parteivorsteher denn auch namentlich die einzigen zwei Bisherigen: Schulpräsident Linus Köppel und Behördenmitglied Romana Gustin. Indes brächten auch die fünf neu Kandidierenden den «erforderlichen Rucksack für die Aufgaben in der Volksschulgemeinde» mit und seien allesamt wählbar. (kuo)

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