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Ein potenzieller Nachfolger für Berlingen

An der Gemeindeversammlung kündigte Ueli Oswald an, dass er für das Amt des Gemeindepräsidenten kandidiert. Das Budget sowie einen Kredit über 225'500 Franken für die Sanierung der Eschlibachstrasse segneten die Anwesenden einstimmig ab.
Rahel Haag
Gemeindepräsidentin Annemarie Moret mit Ueli Oswald, der seine Kandidatur angekündigt hat. (Bild: Rahel Haag)

Gemeindepräsidentin Annemarie Moret mit Ueli Oswald, der seine Kandidatur angekündigt hat. (Bild: Rahel Haag)

Gemeindepräsidentin Annemarie Moret freute sich sichtlich. Kurz zuvor hatte sich Heinz Kasper, der während 20 Jahren Berlingens Gemeindeammann war, zu Wort gemeldet und verkündet, dass Ueli Oswald für das Amt als Gemeindepräsident kandidieren werde. Die Ankündigung löste in der Unterseehalle spontanen und tosenden Applaus aus.

«Ja, ich stelle mich der Wahl», sagte Oswald anschliessend. Der 60-Jährige ist Mitglied bei der FDP und sitzt seit acht Jahren im Grossen Rat. Sollte er gewählt werden, würde er sein Kantonsratsamt aber aufgeben. Zuvor war er von 2000 bis 2009 Mitglied des Berlinger Gemeinderats.

«Ich brauche Leute, die mich unterstützen»

Die Entscheidung, zu kandidieren, hatte Oswald nur wenige Stunden zuvor getroffen. Er habe sich die Sache reiflich überlegt, auch wegen seines Alters. Eine Bedingung stellte er allerdings: «Ich brauche Leute, die mich unterstützen.» Damit meint Oswald engagierte Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat. «Junge Leute, meldet Euch!»

Zudem wolle er das Amt nur in einem 30-Prozent-Pensum ausführen. In einem Stelleninserat hatte die Interessengemeinschaft Pro Berlingen das Pensum mit +/- 50 Prozent angegeben. Oswald ist stellvertretender Geschäftsführer der Hunziker Betatech AG in Winterthur. «Ich arbeite gern», sagte er. Noch habe er «keinen Zettel unterschrieben». Für die offizielle Kandidatur brauche er noch zehn Unterschriften. «Ich wäre froh, wenn die dann noch zusammenkämen», sagte Oswald und erntete dafür einige Lacher.

Im Anschluss an die Gemeindeversammlung kamen zahlreiche der 83 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger auf Ueli Oswald zu. Während des Händeschüttelns sagte er einmal: «Ich kandidiere erst. Noch bin ich nicht gewählt.»

Der erste Wahlgang der Gesamterneuerungswahlen ist auf den 10. Februar 2019 festgesetzt. In diesem Zusammenhang gab es am Montagabend eine weitere Überraschung. Gemeinderätin und Schulpräsidentin Helen Nossung kündigte an, dass sie im Frühling ebenfalls nicht mehr antritt. Damit müssen nun für den Gemeinderat zwei neue Mitglieder gefunden werden, denn auch Marion Mazzocchi stellt sich nicht mehr zur Verfügung. Zudem müssen in der Schulkommission Gerda Schärer und in der Rechnungsprüfungskommission Peter Kasper ersetzt werden. Für Letztere wird ausserdem ein weiteres Mitglied gesucht. Annemarie Moret hatte vor rund einem Jahr angekündigt, dass sie per Ende Mai 2019 nicht mehr zur Wiederwahl antreten wird.

«Ich habe den Eindruck, dass wir uns in einer Negativspirale befinden», sagte Ueli Oswald in Bezug auf die Rücktritte. Auch dies sei ein Grund, weshalb er sich zur Verfügung stelle.

Geringeres Defizit als in der Botschaft aufgeführt

Früher an diesem Abend standen die Finanzen im Fokus. Das Budget 2019 mit gleichbleibendem Steuerfuss von 110 Prozentpunkten für die politische Gemeinde inklusive Schule bewilligten die Anwesenden einstimmig. Es schliesst bei einem Aufwand von gut 4,97 Millionen Franken mit einem Defizit von 18'690 Franken. In der Botschaft war dagegen ein Minus von 104'690 Franken angegeben. «Uns ist leider ein Fehler unterlaufen», sagte Moret. Unter den Punkten Kantonsstrassen und Strassenverkehrssteuern wurde ein Minus von 64'000 Franken aufgeführt. «Diesen Betrag bekommen wir aber zurück.»

Zudem finden sich im Budget 22'000 Franken für das Projekt Volg-Laden. Gemeinderat Markus Oehler habe nochmals den Kontakt mit Volg gesucht, damit das Dorf wieder einen eigenen Laden erhält. Volg habe aber abgesagt, weil am geplanten Standort zu wenig Parkplätze realisiert werden könnten. «Da war die Botschaft aber bereits gedruckt.»

Der Gemeinderat beantragte ausserdem die Bewilligung eines Kredits über 225'500 Franken für die Sanierung der Eschlibachstrasse inklusive Werkleitungsbau. «Die Strasse ist in einem sehr schlechtem Zustand», sagte Oehler. Die Stimmbürger segneten den Antrag einstimmig ab.

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