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An der Pfyner Gemeindeversammlung gab es ein paar Tränen zum Abschied

Die Politische Gemeinde Pfyn schliesst ihre Jahresrechnung 2018 mit einem Gewinn. Für Gemeinderat Peter Siegwart war es nach 13 Jahren die letzte Gemeindeversammlung.
Claudia Koch
Die Pfyner Stimmberechtigten befinden an ihrer Gemeindeversammlung über eine reich befrachtete Traktandenlisten. (Bild: Claudia Koch)

Die Pfyner Stimmberechtigten befinden an ihrer Gemeindeversammlung über eine reich befrachtete Traktandenlisten. (Bild: Claudia Koch)

Gemeindepräsidentin Jacqueline Müller war die Erleichterung anzusehen. Nach rund zehn Jahren Planung, Überarbeitungen und Infoveranstaltungen wurden der Zonenplan und das Baureglement von den 83 Stimmberechtigten am Dienstagabend einstimmig genehmigt. Müller versicherte, dass es keine einschneidenden Veränderungen im Baureglement gebe (siehe Kasten). «Wir mussten jedoch die Bezeichnungen im Zonenplan dem neuen Planungs- und Baugesetz anpassen», sagte sie.

Wichtigste Änderungen im Baureglement

Im Pfyner Baureglemt, welches die Stimmberechtigten am Dienstag einstimmig genehmigten, stecken zehn Jahre Arbeit. Die Städtlizone erhält neu dieselben Massangaben wie die Dorfzone. Die Grenzabstände in der Städtlizone wie in der Dorfzone bleiben unverändert, in der Wohnzone wird dieser auf sechs Meter reduziert. In der Dorfzone darf zusätzlich um einen halben Meter, in der Wohnzone um einen Meter höher gebaut werden. Die bisher gleich strengen Vorschriften für die Dorf- und die Städtlizone wurden für die Dorfzone etwas gelockert. Das Städtli ist besonders wertvoll, die Dorfzone hingegen sehr weitläufig und heterogen. Wegen der inneren Verdichtung entfällt in der Dorfzone die Nutzungsziffer.

Auf Anfrage, ob das Sprossenobligatorium bei Fenstern in der Dorfzone und Kernzone nicht ein Rückschritt sei, antwortete Müller, dass dies schon im alten Baureglement so vorgeschrieben war. «Der einzigartige Dorfcharakter soll erhalten bleiben», so Müller. Auch beim Zonenplan wurden nur geringfügige Änderungen vorgenommen.

EDV-Anlage früher ersetzt

Grund zur Freude gab auch die Jahresrechnung 2018. Diese schliesst bei einem Aufwand von rund 6,9 Millionen Franken mit einem Überschuss von 667000 Franken. «Das zweitbeste Resultat in der Geschichte der Gemeinde», sagte Müller zufrieden.

Mehreinnahmen bescherten die Steuererträge, die Grundstückgewinnsteuern und der Finanzausgleich. Bei der Investitionsrechnung 2018 verursachte die EDV-Anlage der Gemeindeverwaltung, die eigentlich erst 2019 ersetzt werden sollte, höhere Kosten. Eine Kostenüberschreitung von knapp 102000 Franken gegenüber Budget gab es bei der Sanierung der Unteren Chruchenbergstrasse. Laut Müller sind unvorhergesehene, aufwendigere Anpassungen der Grund. Die Jahresrechnung 2018 wurde einstimmig genehmigt.

Genehmigt wurde auch die Gewinnaufteilung: 550000 Franken für die Vorfinanzierung der Mehrzweckhalle, 32000 Franken an das Eigenkapital. Über die restlichen 85000 Franken hatten die Stimmberechtigten ebenfalls zu befinden. Dieser Kredit soll für die Aufarbeitung der Archive sowie den Support für die digitale Aktenführung und Geschäftsverwaltung eingesetzt werden. Der Kreditantrag wurde ebenfalls gutgeheissen.

Zu guter Letzt verabschiedete die Gemeindepräsidentin zwei langjährige Mitstreiter: Hansjörg Enzler, der 21 Jahre in der Rechnungsprüfungskommission tätig war und Peter Siegwart, der 13 Jahre als Gemeinderat wirkte. Siegwart dankte, sichtlich gerührt, für das grosse Wohlwollen seiner Ratsmitglieder und der Bevölkerung.

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