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Kolumne

Ein neuer Lehrbetrieb mit neuen Herausforderungen

Sonja Schneider ist seit Sommer 2017 in der Lehre als Landwirtin. In einer Serie berichtet sie hier über ihren Alltag auf dem Lehrbetrieb, dem Hof von Christian Feller in Opfershofen (Bürglen) und von der Berufsschule auf dem Arenenberg.
Sonja Schneider
Sonja Schmid. (Bild: PD)

Sonja Schmid. (Bild: PD)

Diesen Sommer endete für mich das erste Lehrjahr bei Hinders in Bischofszell. Also hiess es, all meine sieben Sachen wieder zu packen. Obwohl «sieben Sachen» nicht ganz zutreffend ist. Über ein ganzes Jahr verteilt hat sich ziemlich viel angesammelt. So wurden aus zwei Taschen voller Sachen, die ich zu Beginn meines ersten Lehrjahres mitgenommen habe, sechs volle Taschen, die wieder nach Hause mussten.

Der Abschied ist für mich Freud und Leid zugleich. Einerseits finde ich es schade, jetzt zu gehen, nachdem ich ein Jahr lang alles kennen gelernt habe und jetzt weiss, wie hier alles läuft. Andererseits freue ich mich auch auf den neuen Lehrbetrieb mit frischen Aufgaben.

Obstbau ist Neuland

Nach einer entspannten Woche Sommerferien bin ich am 6. August ins zweite Lehrjahr gestartet. Die Nervosität war dieses Jahr schon nicht mehr so gross wie beim letzten Mal. Bis im Juli 2019 arbeite ich nun bei Christian Feller in Opfershofen. Hier haben wir 35 braune Milchkühe und 2,9 Hektaren Tafelobst. Für mich ist der Obstbau Neuland und ich bin gespannt auf die verschiedenen neuen Arbeiten, die ich hier kennen lernen werde.

Ausserdem sind die Kühe nicht in einem Anbindestall, wie im ersten Lehrjahr, sondern in einem Laufstall. Das bedeutet, dass auch hier einige Veränderungen für mich vor der Tür stehen. Seit dem Januar dieses Jahres ist der Betrieb in der Bio-Umstellungsphase. Diese dauert zwei Jahre, in denen mehrere Kontrollen und Kurse stattfinden, bis der Hof endlich ein Vollknospenbetrieb ist. Meine erste Arbeitswoche hier in Opfershofen verlief sehr ruhig und entspannt. Man könnte sagen, die Ruhe vor dem Sturm, weil bald die Obsternte beginnt. Ich bin froh, einen ruhigen Start zu haben, damit ich mich an die neue Familie, die frischen Arbeitsabläufe und die anderen Arbeitszeiten gewöhnen kann. Mitte August habe mich schon sehr gut eingelebt.

Kuh Amarilla hat eine besonders helle Fellfarbe. (Bild: PD)

Kuh Amarilla hat eine besonders helle Fellfarbe. (Bild: PD)

Die Kühe kenne ich auch schon fast alle. Obwohl viele Leute sagen «Ach, diese Braunen sehen doch sowieso alle gleich aus», hat jede irgendeine Besonderheit. So habe ich mir zum Beispiel Amarilla anhand ihrer besonders hellen Farbe und Juliette anhand der speziellen Falte an ihrem Hals merken können.

Einige neue Klassenkameraden

Die ersten Gravensteiner Äpfel sind unterdessen reif. Im Wochentakt fahren wir in die Obstanlage zum Ernten. Das Obst muss ganz sorgfältig behandelt werden, damit keine Druckstellen entstehen. Es ist sonst nicht lange haltbar und beginnt dort schnell zu faulen. Durch den zu trockenen Sommer haben die Bäume viele der Äpfel fallen gelassen. Diese können wir nicht mehr als Tafelobst verkaufen. Trotzdem lassen wir sie nicht einfach liegen, sondern sammeln alle ein. So können wir die Äpfel als Mostobst der Landi abliefern.

Und auch in der Schule geht’s wieder los. Nach der Sommerpause haben drei Schüler aus meiner Klasse den Kanton gewechselt und sind nicht mehr hier am Arenenberg. Dafür sind auch einige frische Lehrlinge dazugekommen. Ich finde, mein Start ins zweite Lehrjahr ist sehr gut gelungen und ich freue mich auf ein neues spannendes Ausbildungsjahr.

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