Ein Neubau soll es sein: Das ist das Siegerprojekt für die neue Münchwiler Mehrzweckhalle Oberhofen

Der Sieger im Projektwettbewerb heisst «Chäferfäscht». Er stammt aus der Feder eines Architekturbüros, mit dem die Schule derzeit bereits einen Neubau realisiert. Für die neue Mehrzweckhalle Oberhofen ist der Denkmalschutz nun die nächste Hürde.

Roman Scherrer
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Die Visualisierung zeigt, wie die neue Mehrzweckhalle Oberhofen aussehen könnte.

Die Visualisierung zeigt, wie die neue Mehrzweckhalle Oberhofen aussehen könnte.

Bild: PD / Nightnurse Images GmbH

Für Lukas Weinhappl ist es ein «glücklicher Zufall». Der Münchwiler Schulpräsident meint damit das Siegerprojekt im Wettbewerb für eine neue Mehrzweckhalle Oberhofen. Zufall, weil das Preisgericht von 39 eingereichten Projekten das «Chäferfäscht» ausgewählt hat, das von der Allemann Bauer Eigenmann Architekten AG aus Zürich und der Arboner PR Landschaftsarchitektur GmbH stammt. Jenem Planungsteam also, aus dessen Feder bereits das sich derzeit in Bau befindende neue Schulhaus in Oberhofen stammt.

Glücklich sei es, «weil wir wissen, was wir bekommen. Und weil die Architekten die Situation bestens kennen», sagt Weinhappl.

«Ich bin wirklich glücklich über diese Wahl.»

Die Politische und die Schulgemeinde Münchwilen haben am Mittwoch das Siegerprojekt vorgestellt. Dabei bekräftigt die für die Organisation des Wettbewerbs verantwortliche Raumplanerin Marilene Holzhauser:

«Das Verfahren verlief absolut anonym. Niemand in der Jury wusste, von wem die einzelnen Projekte stammen.»
Wettbewerbsorganisatorin Marilene Holzhauser, Gemeindepräsidentin Nadja Stricker, Vereinsvertreter Hanspeter Werhle und Schulpräsident Lukas Weinhappl vor dem Modell des Projekts «Chäferfäscht».

Wettbewerbsorganisatorin Marilene Holzhauser, Gemeindepräsidentin Nadja Stricker, Vereinsvertreter Hanspeter Werhle und Schulpräsident Lukas Weinhappl vor dem Modell des Projekts «Chäferfäscht».

Bild: Roman Scherrer

Am sogenannten Echoraum wurde rund die Hälfte aller eingereichten Projekte der Bevölkerung präsentiert. Dabei seien viele Rückmeldungen eingegangen, welche man zum Teil habe einfliessen lassen können, erklärt Gemeindepräsidentin Nadja Stricker.

Doppelturnhalle und ein weiterer Neubau

«Chäferfäscht» sieht einen Neubau mit Doppelturnhalle, Bühne und Mehrzweckräumen vor. Zudem beinhaltet es einen weiteren Neubau anstelle der heutigen Meilerscheune. Dieses Gebäude soll als sogenannter kultureller Sozialraum genutzt werden. Laut Lukas Weinhappl könnte es beispielsweise durch die Spielgruppe, den Mittagstisch, die Ludothek oder von Jugendlichen genutzt werden.

Überzeugt habe «Chäferfäscht» unter anderem wegen des geringen Landverbrauchs. «Es sieht vor, dass die Wiese hinter der Halle grösstenteils erhalten bleibt, das war uns ein grosses Anliegen», sagt Weinhappl im Namen der Jury.

Denkmalschutz ist nächste Hürde

«Unser Zeitplan wird ziemlich gebremst», sagt Nadja Stricker. Denn ursprünglich habe man geplant, den Planungskredit für die Halle im November vor die Gemeindeversammlung zu bringen. Nun kann die Abstimmung bestenfalls an einer der beiden Versammlungen im kommenden Jahr durchgeführt werden.

Grund dafür ist, dass die bestehende 80-jährige Mehrzweckhalle Oberhofen denkmalgeschützt ist. Nadja Stricker sagt:

«Die Entlassung der Halle aus dem kommunalen Schutzplan hat nun Priorität. Denn bevor das nicht erledigt ist, sind wir blockiert.»

Die Anwesenden sind aber überzeugt, dass dieses Vorhaben gelingt. Einerseits, weil «Chäferfäscht» gut ins Ortsbild passe, andererseits, weil die kantonale Denkmalpflege in den Wettbewerb miteinbezogen wurde. Eine Kostenschätzung können die Verantwortlichen in diesem Stadium des Projekts noch nicht abgeben. Über alle eingereichten Projekte gesehen, bewege sich «Chäferfäscht» aber finanziell im «mittleren Bereich», erklärt Stricker.

Antrag der Vereine

Den Anstoss für eine neue Mehrzweckhalle Oberhofen haben 34 Münchwiler Vereine als Interessengemeinschaft gegeben. Ihrem Antrag hat die Gemeindeversammlung im Mai 2019 zugestimmt. Als Vertreter der Vereine war Hanspeter Wehrle als Sachpreisrichter Mitglied der Wettbewerbsjury. «Das Projekt Chäferfäscht passt gut ins Ortsbild und eignet sich auch für die Vereine aus betrieblicher Sicht gut», sagt er.

Ausstellung der Projekte

Alle Projekte können wie folgt im Theorielokal der Sporthalle Waldegg besichtigt werden: Samstag, 31. Oktober, 10 bis 12 Uhr; Freitag, 6. November, 18 bis 20 Uhr; Samstag, 7. November, 10 bis 12 Uhr.