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René Bosshart fühlt sich reif für das Amt des Fischinger Gemeindepräsidenten

René Bosshart kandidiert für das Gemeindepräsidium. Das ist hinsichtlich seines Werdegangs eigentlich ein logischer Schritt. Dennoch brauchte der 46-Jährige einige Zeit, um sich für die Kandidatur zu entscheiden.
Olaf Kühne
Der Fischinger Gemeinderat René Bosshart stellt sich der Wahl zum Gemeindepräsidenten. (Bild: Olaf Kühne)

Der Fischinger Gemeinderat René Bosshart stellt sich der Wahl zum Gemeindepräsidenten. (Bild: Olaf Kühne)

Fischingen hat Potenzial, ist René Bosshart überzeugt. Er muss es wissen. Wohnt er doch seit über 20 Jahren in der Gemeinde, seit 2015 sitzt er im Gemeinderat. Nun kandidiert der 46-Jährige für das Gemeindepräsidium. Amtsinhaber Willy Nägeli tritt altershalber nicht mehr zu den Gesamterneuerungswahlen vom 10. Februar an.

So ist Bossharts Kandidatur eigentlich ein logischer Schritt – dem dennoch ein monatelanger Entscheidungsprozess voranging. «Als Willy Nägeli vor gut einem Jahr seinen Rücktritt ankündigte, hatte ich das Gefühl, dass die Zeit für eine solche Aufgabe noch nicht reif ist, und ich noch zusätzliche Erfahrungen sammeln möchte», sagt Bosshart.

Oft auf mögliche Kandidatur angesprochen

Nur sei er im vergangenen halben Jahr sehr oft in der Gemeinde darauf angesprochen worden. Das Gemeindepräsidium wäre doch das perfekte Amt für ihn, habe es allenthalben geheissen.

«Während der letzten viereinhalb Jahre durfte ich bei der Mäder AG die Finanzen betreuen, verschiedene Infrastrukturprojekte zum Abschluss bringen und in der Geschäftsleitung mitwirken», sagt Bosshart. Im Rahmen der Nachfolgeplanung für das Unternehmen wurde auch seine Rolle in der Zukunft diskutiert. Eine Übernahme der Geschäftsführung war für ihn dabei keine Option, weshalb vereinbart wurde, dass er sich neu orientiere, sobald die ersten Weichen für die Zukunft des Unternehmens gestellt sind.

Rückkehr auf Verwaltungen angeboten

Im Spätsommer hat er schliesslich eine neue Stelle angetreten. «Leider entsprechen die angetroffenen Aufgaben nicht meinen Vorstellungen», bedauert Bosshart. Er wird deshalb sein Arbeitsverhältnis nicht über die Probezeit hinaus weiterführen.

Diese Situation hat dazu geführt, dass er sich grundlegende Gedanken über seine berufliche Zukunft machen musste. Auf der Suche nach einer neuen Funktion haben sich dann auch Optionen für eine Rückkehr auf Gemeindeverwaltungen angeboten.

In diesem Zusammenhang habe er sich dann aber ernsthaft gefragt: «Wenn du dir eine Rückkehr in den öffentlichen Dienst vorstellen kannst, wieso prüfst du nicht nochmals eine Kandidatur für das vakante Präsidium in deiner Heimatgemeinde?»

Kandidiert auch als Gemeinderat

Nach zahlreichen Gesprächen mit Bekannten und Vertrauten wagt René Bosshart nun den Schritt und kandidiert für das Fischinger Gemeindepräsidium. Dass er für das Amt qualifiziert ist, dürfte wohl niemand bezweifeln. Sieben Jahre lang war Bosshart in Fischingen bereits als Gemeindeschreiber tätig, danach in gleicher Funktion nochmals siebeneinhalb Jahre in Eschlikon.

Nach einem Abstecher zur Kesb wechselte er schliesslich in die Privatwirtschaft. «Ich bin froh um diese Erfahrung», sagt er und erklärt:

«In der Privatwirtschaft habe ich eine ganz andere Dynamik erlebt, aber auch ganz andere Herausforderungen.»

Diesen Erfahrungsschatz will er nun weiter in die Gemeinde einbringen – in welcher Funktion auch immer. Denn Bosshart kandidiert auch wieder als Gemeinderat. «Ich engagiere mich einfach gerne für die Gemeinde», sagt er. «Sollte es mit der Wahl zum Gemeindepräsidenten nicht klappen, werde ich auch sehr gerne weiterhin im Gemeinderat mitwirken.»

Podium mit Kandidaten

René Bosshart und sein Gegenkandidat Arthur Schneider präsentieren sich an einem Podium am Dienstag, 27. November, ab 20 Uhr in der Hörnlihalle Dussnang.

Im Gespräch mit René Bosshart wird denn auch schnell klar, dass ihm seine Gemeinde – nach über zwei Jahrzehnten – längst ans Herz gewachsen ist. «Wir haben in Fischingen eine sehr hohe Lebensqualität, ein überdurchschnittlich aktives Vereinsleben und eine vielfältige KMU-Landschaft», schwärmt er.

Potenzial dank Wil West

Entwicklungspotenzial für Fischingen sieht Bosshart auch, wenn weiter nördlich im Hinterthurgau dereinst das Gewerbegebiet Wil West realisiert wird. «Für jemanden, der in Zürich arbeitet, ist Fischingen nicht gerade der ideal erschlossene Wohnort. Wenn jemand in Münchwilen arbeitet, sieht das schon ganz anders aus.»

Indes sieht Bosshart auch Herausforderungen auf die Gemeinde zukommen. «Der demografische Wandel macht auch vor Fischingen nicht Halt», sagt er. «Bezüglich Wohnangebote für ältere Menschen sind wir noch nicht so gut aufgestellt. Es müsste möglich sein, dass auch Personen, die aus ihren Einfamilienhäuser ausziehen möchten, Wohnraum in unserer Gemeinde zur Verfügung steht. Erste Entwicklungen in diese Richtung sind aber bereits im Gang.»

Fühlt sich wohl in der politischen Mitte

Es stünden verschiedene Projekte an, die es anzupacken gelte. Wirklich dringliche Baustellen verortet Bosshart in der Fischinger Gemeindepolitik dennoch nicht. Man habe in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet, sagt er – und misst auch seiner Parteizugehörigkeit keine allzu grosse Bedeutung bei:

«Ich bin seit 20 Jahren in der CVP und fühle mich wohl in der politischen Mitte»

«Aber auf der kommunalen Ebene stehen die Sachgeschäfte im Vordergrund, und in unserem Gemeinderat hatten wir kein einziges Mal ein Parteien-Hickhack.» Das Amt des Gemeindepräsidenten will er denn auch nicht als Parteivertreter ausüben. «Ich will Ansprechperson für alle sein und die Gemeinde Fischingen nach aussen hin repräsentieren.»

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