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Schulkinder in der Region Frauenfeld setzen sich für den Wald ein

Die Kinder der Primarschulen von Warth-Weiningen, Uesslingen und Neunforn haben im Wald Eicheln und Bucheckern gestupft und Jungpflanzen gesetzt. Dort, wo seit August vor einem Jahr mehrfach Stürme gewütet haben.
Evi Biedermann
Mit Eifer sind die Schulkinder daran, Eicheln und Bucheckern zu sammeln, und sie auf den Schadensflächen in die Erde zu drücken. (Bilder: Evi Biedermann)

Mit Eifer sind die Schulkinder daran, Eicheln und Bucheckern zu sammeln, und sie auf den Schadensflächen in die Erde zu drücken. (Bilder: Evi Biedermann)

Ob es nun 10000 Eicheln und Bucheckern waren, wie Revierförster Paul Koch in seiner Einladung an die drei Schulen in Aussicht gestellt hatte, ist nicht sicher. Nachgezählt hat niemand. Sicher ist jedoch, dass die insgesamt 231 Primarschulkinder und Kindergärtler aus Warth-Weiningen, Uesslingen-Buch und Neunforn mit Eifer ans Werk gingen.

Sie waren am Mittwochvormittag mit Forstleuten, Lehrerinnen und Begleitpersonen in den Wäldern des Forstreviers von Neunforn-Uesslingen unterwegs und sammelten nicht nur Eicheln und Buchennüssli, sondern setzten diese später zusammen mit 231 Jungpflanzen in den Waldboden.

«Das Loch muss mindestens fünf, besser zehn Zentimeter tief sein»

hörten sie von Förster Stefan Bottlang, der im Wald bei Warth die Aufsicht über die Aufforstungsmassnahme hatte. Auch wenn das nicht tief scheint – für kleine Kinderhände ist es viel. Besonders, wenn der Waldboden stark durchwurzelt ist. «Uff», tönte es immer wieder, da half auch das stärkste Schüfeli nicht viel. Wohl aber da und dort ein Trick von Lehrer Hanspeter Inauen, der in seiner 40-jährigen Tätigkeit an der Schule von Warth-Weiningen wohl schon manches Loch gegraben hat.

Der Nachwuchs sorgt für den Nachwuchs

Dass die jüngste Generation den ersten Schritt zur Aufforstung nach den Sturmschäden nach Burglind, Frederike und Co. macht (siehe Kasten), freut den Förster sehr. «Damit leistet unser Nachwuchs einen Beitrag zum Nachwuchs im Wald», sagte er, lachte und stapfte davon. Um mit ein paar Buben das letzte Bäumchen an diesem Pflanzmorgen in die Erde zu setzen.

Die Lehrpersonen koordinieren den Einsatz der Werkzeuge.

Die Lehrpersonen koordinieren den Einsatz der Werkzeuge.

Die Kinder machten auch Bekanntschaft mit dem Borkenkäfer. «Habt ihr schon einen gesehen?», fragte Förster Bottlang und zeigte auf die Handfläche seines ausgestreckten Arms. Darauf krabbelte ein brauner Winzling, den er zuvor aus einem modrigen Stück Rinde geklaubt hatte.

Für jedes Kind ein Bäumchen

Von den gepflanzten Bäumchen sah man am Ende des Morgens zwar noch nichts. Bereits nächstes Jahr jedoch werden sie sich vom Gestrüpp am Waldboden abheben. Bis die Eicheln und Bucheckern, welche die Kinder rund um die Bäumchen in den Boden stupsten, so weit sind, wird es noch etwas länger dauern. Und nicht aus allen wird letztlich ein Baum. «Viele Samen sterben ab», sagte der Förster. «Darum setzen wir gleich mehrere.»

Gut sichtbar sind aber die Stecken, die neben den Jungpflanzen stehen. Ein jeder trägt den Namen des Kindes, welches das Pflänzchen in die Erde steckte. «So werdet ihr euer Bäumchen immer erkennen, wenn ihr hier vorbeikommt», sagte Förster Stefan Bottlang. Dann ging es zur Feuerstelle, wo würzige Grillwürste auf die hungrigen Waldkinder warteten.

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