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Ein Hofknicks für Königin Silvia von Schweden – was man beim Treffen in Konstanz mit Ihrer Majestät wissen sollte

In Konstanz und auf der Insel Mainau steht der Besuch von Silvia von Schweden bevor. Dabei wird sie auch den Schlosshofbesuchern begegnen.
Philipp Zieger
Königin Silvia scheut den Kontakt mit den Bürgern nicht. (KEYSTONE/DPA/Hendrik Schmidt)

Königin Silvia scheut den Kontakt mit den Bürgern nicht. (KEYSTONE/DPA/Hendrik Schmidt)

Sofern sie es noch nicht wissen, sollten der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt, Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Schauspieler Oliver Wnuk nun aufmerksam weiterlesen.

Wenn sie am kommenden Dienstag zu den offiziellen Gästen auf der Insel Mainau am Tisch mit der Königin von Schweden zusammen sein werden, gelten für sie Benimmregeln. Etwa, dass sie sich erst hinsetzen, nachdem Silvia Renate Sommerlath, so lautet ihr bürgerlicher Name, Platz genommen hat. Das besagt das Protokoll.

Umgangsformen gelten für alle

Auch Besucher der Mainau, die am 3. September auf ihre Majestät treffen, können sich an bestimmte Umgangsformen halten. Denn: Die Königin wird den Kontakt zu Bürgern nicht scheuen. Nach ihrem Aufenthalt an der Geschwister-Scholl-Schule wird sie gegen 15.30 Uhr auf der Insel Mainau eintreffen – und Besuchern im Schlosshof begegnen. Ein Foto von Königin Silvia dürfte also drin sein. Ob ein Foto mit ihr, etwa ein Selfie mit dem Handy, möglich ist, das werden wohl die Leibwächter der Monarchin entscheiden. Vermutlich werden sie etwas dagegen haben, denn die Sicherheitsvorkehrungen sind hoch, wie die Insel Mainau auf Anfrage erklärt. Allerdings sei es Ziel, «eine entspannte Stimmung und angenehme Atmosphäre für die Begegnungen von I. M. Königin Silvia von Schweden mit allen Beteiligten, sowohl in der Geschwister-Scholl-Schule als auch auf der Insel Mainau, zu schaffen», heisst es von der Pressestelle.

«I. M.» heisst so viel wie «Ihre Majestät». Mit «Majestät» wird die Königin offiziell angesprochen, erklärt die Mainau. Nun sollten Uli Burchardt und Winfried Kretschmann beim Empfang am Dienstagabend auf der Blumeninsel nicht sofort drauflos reden. Auf offizieller Ebene werde die Königin nicht direkt angesprochen, sondern man warte, bis man vorgestellt wird. Und noch etwas: Die Politiker wie auch Oliver Wnuk sollten schon einmal üben, wie sie eine würdevolle Verbeugung oder ehrfürchtiges Kopfnicken als Geste der Höflichkeit hinbekommen. Dabei haben sie fast noch etwas Glück, wie die Mainau die protokollarischen Feinheiten erklärt. In Schweden ist es, anders als in Deutschland, üblich, dass die Männer eine vollendete Verbeugung und die Frauen einen Hofknicks machen, wenn sie Ihrer Majestät begegnen.

Minutiöse Planung erforderlich

Die Vorbereitungen auf den Besuch von Königin Silvia laufen auf der Insel Mainau auf Hochtouren. Im Vergleich zu den vergangenen Besuchen der Monarchin sei dieses Mal die Besonderheit, dass sie zu zwei unterschiedlichen Orten komme. Das erfordert eine umso bessere Planung, um einen detaillierten, minutiösen und reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Der Tag beginnt für Silvia von Schweden um 10 Uhr an der Geschwister-Scholl-Schule. Dort feiert sie das 25-jährige Bestehen ihrer Mentor-Stiftung, die sich für soziale Gleichberechtigung von Kindern einsetzt und diesen eine positive Zukunftsperspektive geben möchte. Die Stiftung wird von Unternehmen sowie Privatpersonen unterstützt, Vorstandsvorsitzende ist Bettina Gräfin Bernadotte.

An der Geschwister-Scholl-Schule findet aus diesem Anlass ein Youth Summit statt, eine Art Gipfeltreffen für junge Menschen. In Workshops, unter anderem mit Schauspieler Oliver Wnuk und Marco Deutschmann, der einst wegen Kokainschmuggels im Gefängnis sass und heute als Coach arbeitet, erarbeiten die Jugendlichen unter dem Motto «Gute Vorbilder schaffen gutes Verhalten» Ideen für mehr Wohlwollen, Verständnis und stärkende Kommunikation bei Kindern und Jugendlichen. Die Königin wird eine Rede halten.

Auf der Mainau wird sie nach der Begegnung mit Besuchern die prominenten Gäste empfangen, die über den roten Teppich gehen und mit ihr und der gräflichen Familie Bernadotte anlässlich des Stiftungsjubiläums speisen. Natürlich darf hier ein Gruppenfoto nicht fehlen. Eines sollten Burchardt und Wnuk auch nicht vergessen: die entsprechende Abendgarderobe anzulegen.

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