Ein grüner Frauenfelder Gemeinderat stellt dem Stadtrat unangenehme Fragen zur Gleichbehandlung von Strom und Gas

Der Grünen-Stadtparlamentarier Michael Pöll hat eine Einfache Anfrage mit dem Titel «Gleich lange Spiesse für die Energieträger Strom und Erdgas» eingereicht.

Mathias Frei
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Michael Pöll, Gemeinderat Grüne und Vorstösser.

Michael Pöll, Gemeinderat Grüne und Vorstösser.

Bild: PD

Gemeinderat Michal Pöll (Grüne Partei) lässt nicht locker. Erdgas und er, diese Freundschaft wird es in diesem Leben nicht mehr geben. Dem Lokalpolitiker ist im neuen Werkbetriebe-Reglement aufgefallen, dass für die dort festgeschriebene Nutzung des öffentlichen Grundes unterschiedliche Entgelte festgelegt sind: Beim Strom sind es 0,9 Rappen pro Kilowattstunde, beim Erdgas dagegen maximal 0,03 Rappen. Darum hat Pöll zu diesem Thema kürzlich eine Einfache Anfrage mit dem Titel «Gleich lange Spiesse für die Energieträger Strom und Erdgas» zuhanden des Stadtrats eingereicht.

«Durch das Strom-Entgelt fliessen jährlich knapp 1,4 Millionen Franken von den Kundinnen und Kunden zu den Werkbetrieben. Beim Gas sind es rund 70'000 Franken.»

Das stellt der Grünen-Politiker fest. Dieser grosse Unterschied werfe Fragen auf. Denn von der Nutzung des öffentlichen Grundes für die Verlegung einer Gas- oder Stromleitung bis zum Energiekonsum durch die Kunden gebe es noch etliche Positionen mehr, für die Kosten anfallen könnten. Das geht für Pöll von der Erschliessung und Anschlussbewilligung über den Netzanschluss, deren Unterhalt sowie die Montage/Demontage, Miete/Nutzung und Prüfung der Zähler bis zur Erst- und periodischen Kontrolle der Installationen und schliesslich der Abtrennung vom Netz. Der Vorstösser will wissen, wer die Kosten für diese Arbeiten trägt und wie die Höhe der Kosten festgelegt ist, ob pauschal oder nach Aufwand. Vor allem aber interessiert ihn, auf welcher Grundlage die Entgelte für die Nutzung des öffentlichen Grundes festgelegt werden und wieso bei Strom und Erdgas so grosse Unterschiede bestehen.