Ein ehrliches Handwerk erlernt: Stift Höfli feiert in Nussbaumen seine Absolventen

In Nussbaumen durften 25 Absolventen ihre Diplome entgegennehmen. «Wir sind keine Wunderstätte, aber eine tolle Institution», sagte Leiterin Heide Gorsky.

Thomas Güntert
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Stolz präsentierten die Absolventinnen und Absolventen vom Stift Höfli ihre Abschlussdiplome. (Bild: Thomas Güntert)

Stolz präsentierten die Absolventinnen und Absolventen vom Stift Höfli ihre Abschlussdiplome. (Bild: Thomas Güntert)

«Ich habe bereits gemerkt, dass der Geist des Höflis das Miteinander ist», sagte Markus Spühler am Mittwochabend. Er wird künftig die Institutionsleitung übernehmen. Ziel der Stiftung Stift Höfli ist die berufliche und soziale Integration junger Menschen mit einer leichten Lernschwäche und bietet die Ausbildung in zehn Berufen an.

Josef Räschle, Gründer und Stiftungsratspräsident. (Bild: Thomas Güntert)

Josef Räschle, Gründer und Stiftungsratspräsident. (Bild: Thomas Güntert)

Der Gründer und Stiftungsratspräsident Josef Räschle betonte, dass die Bedeutung des institutionellen Auftrags durch die wirtschaftlichen Veränderungen zugenommen habe.

«Jeder tut sein Bestes, was in der heutigen Arbeitswelt aber nicht immer auszureichen scheint.»

Räschle plädierte für ein verändertes Konsumverhalten, um den Erhalt der Arbeitsplätze in den einzelnen Branchen zu sichern und dafür, dass der Respekt vor Natur, Nachhaltigkeit und Handwerk wieder neu aufgebaut wird. Räschle lobte die Absolventen, die ein ehrliches Handwerk gelernt haben und sich für die Gesundheit und das Überleben einer menschenwürdigen Kultur einsetzen.

Der Weg in die freie Wirtschaft ist geebnet

«Wir lassen Euch nun unter unseren Flügeln durch», sagte die Institutionsleiterin Heide Gorsky, ehe die einzelnen Betriebsleiter ihren Auszubildenden die Diplome übergaben.

Für viele Absolventen konnte eine Anschlusslösung in der freien Wirtschaft gefunden werden. Gorsky bemerkte, dass das praktische Gelernte sehr wichtig sei, aber Persönlichkeit, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Engagement und das Durchbeissen in der Berufswelt ebenso dazugehört.

Im Anschluss an die praktische Ausbildung kann auch ein Brückenangebot absolviert werden, das den Weg in die Arbeitswelt unterstützt. «Wir sind keine Wunderstätte, aber eine tolle Institution», sagte Gorsky.