Ein Ehepaar aus Homburg engagiert sich für Waisenkinder in Kenia

Esther und Peter Wieser aus Oberhörstetten kümmern sich in der kenianischen Provinz Ganze um eine Schule für Waisenkinder.

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Esther Wieser schätzt den Kontakt zu den Kindern.

Esther Wieser schätzt den Kontakt zu den Kindern.

Bild: PD

(red) Esther und Peter Wieser aus Oberhörstetten in der Gemeinde Homburg engagieren sich seit Jahren für Waisenkinder in Gosheni in Kenia. Wie viel Geld Peter und Esther Wieser bisher schon aus der eigenen Tasche investiert haben, um den Waisenkindern in Gosheni eine lebenswerte Zukunft bieten zu können, wissen sie nicht genau. «Das ist es aber auch nicht, was zählt. Wichtig ist, dass wir diesen Kindern nachhaltig helfen können, um ihnen eine lebenswerte Zukunft zu bieten – eine Zukunft, die sie schon verloren glaubten», sagt Peter Wieser.

Seit einigen Jahren setzen sich die Wiesers für den Verein «Pro Ganze Kenya» ein, der 2012 in Arbon gegründet wurde. Peter und Esther Wieser reisen jeweils auf eigene Kosten nach Afrika, das heisst Flug, Mietwagen und Hotel bezahlen sie aus eigener Tasche). Dort setzen sie das Geld, das durch den Verkauf von selbstgemachter Konfitüre, Sirup, Dörrobst, Punch und auch via Spenden generiert wird, zur Verbesserung der Lebensumstände persönlich zu 100 Prozent vor Ort ein.

Zerstörtes Schulhaus ist wieder aufgebaut

Im Vordergrund steht für die Wiesers das Kinderwaisenhaus , eine Tagesstätte) in Gosheni. Im Juli 2017 konnten sie dort mit dem gespendeten Geld drei Wassertanks inklusive Fundament erstellen und so Trinkwasser bereit stellen. Zwei Monate später zog dann allerdings ein heftiges Unwetter über die Region hinweg und zerstörte das traditionelle Waisenhaus vollständig.

Wiesers liessen vor Ort das Mobiliar für die wiedererrichtete Schule produzieren.

Wiesers liessen vor Ort das Mobiliar für die wiedererrichtete Schule produzieren.

(Bild: PD)

Mit Hilfe der Dorfbewohner konnte im Oktober 2017 mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Diesmal wurde ein Haus aus Sand, Zement und Stein erstellt. Zudem gibt es ein Betonfundament mit einer eingelegten Folie, welche die Kinder vor Würmern schützt. Auch konnten sie vor Ort 40 Schulbänke inklusive Schreibpult anfertigen lassen, um das neue Schulhaus für den Schulbetrieb bereit zu machen.

Im Gewächshaus wächst frisches Gemüse

2019 erstellten Wiesers ein 16 Meter langes und acht Meter breites Gewächshaus. In diesem kann zur Selbstversorgung Gemüse angebaut werden. Ebenso wurde ein vier Meter hoher Turm erstellt, auf dem ein Wassertank montiert ist, um ohne Energie einen Wasserdruck von 0,4 Bar für die Tropfbewässerung im Greenhouse zu erreichen. Peter Wieser weiss, dass die Hilfe nie überflüssig sein wird:

«Es gibt noch viel zu tun in Gosheni, vorab für die Hygiene, Toiletten und einen Kinderspielplatz. Wir sind dankbar für jede Unterstützung.»

Hinweis
Raiffeisenbank Regio Arbon, 9320 Arbon, IBAN CH14 8130 7000 0071 4747 0, Pro Ganze Kenya c/o Barbara Fuhrer, Im Stadtwald 3, 9400 Rorschach Vermerk Tagesstätte Gosheni