Ein Echo des Wahlkampfs: Nationalrätin Verena Herzog lacht einen auch anderthalb Monate nach den Wahlen noch von einem Frauenfelder Stadtbus an

Hoppla, da ging wohl etwas vergessen. Das Konterfei einer Thurgauer SVP-Nationalrätin klebt immer noch einem Bus in Frauenfeld

Stefan Hilzinger
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Der Verena-Herzog-Stadtbus.

Der Verena-Herzog-Stadtbus.

Bild: Stefan Hilzinger

«Erfahren und zuverlässig», das könnte durchaus ein Slogan für den Frauenfelder Stadtbus sein. Ist es aber nicht. Es ist der Wahlkampfspruch von Verena Herzog. Anfang Woche hat für die SVP-Nationalrätin aus Frauenfeld in Bern die neue Legislatur begonnen. Sechs Wochen zuvor, am 20. Oktober, hat das Thurgauer Stimmvolk sie mit dem zweitbesten Resultat wiedergewählt. Doch der Wahlkampf scheint noch nicht vorbei. Jedenfalls ist Herzogs Konterfei weiterhin auf einem der Frauenfelder Stadtbusse unterwegs.

Verena Herzog ist die Sache nicht recht

«Ich habe mich noch gewundert», sagt Herzog, der die nachhaltige Wahlwerbung auch aufgefallen ist. «Wahrscheinlich konnte die Werbefläche noch nicht anderweitig verkauft werden», mutmasst die Politikerin, der die Sache nicht ganz recht ist.

«Plakate und anderes Werbematerial haben wir ja noch am Wahlsonntag weggeräumt.»
Urs Ambühl, Leiter Stadtbusverwaltung Frauenfeld.

Urs Ambühl, Leiter Stadtbusverwaltung Frauenfeld.

Bild: PD

Die Firma APG Traffic ist für die Vermietung der Werbefläche zuständig. Nach Rückfrage bei zuständiger Stelle klärt Stadtbusleiter Urs Ambühl auf: Verena Herzog habe für den Wahlkampf vier Stadtbusse gebucht gehabt. Die fürs Aufkleben und Entfernen der Werbung zuständige Firma habe drei davon zwar ordnungsgemäss entfernt, das Vierte aber offensichtlich vergessen. APG Traffic habe nun den Auftrag erteilt, dies nachzuholen, sagt Ambühl.

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