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Ein Büro für mehr Lebensqualität: In Stettfurt gibt es viele Ideen für einen attraktiven Coworking-Space

Stettfurterinnen und Stettfurter diskutierten über die Möglichkeiten eines Coworking-Angebotes in der Gemeinde. Ein Café, ein Kinderhütedienst oder ein Mittagstisch könnten die Miet-Büroarbeitsplätze aufwerten.
Claudia Koch
Gruppenarbeit am Coworking-Abend in Stettfurt. (Bild: Claudia Koch)

Gruppenarbeit am Coworking-Abend in Stettfurt. (Bild: Claudia Koch)

Zu Fuss zur Arbeit statt täglich stundenlang im Stau stehen. Dieses Szenario könnte mit einem Village-Office in Stettfurt Wirklichkeit werden. Aktuelle Zahlen zur wachsenden Mobilität sprechen ebenfalls dafür, seinen Arbeitsplatz ins Dorf zu verlegen.

«524 Personen verlassen Stettfurt für die Arbeit und sind pro Weg länger als eine halbe Stunde unterwegs.»

Das sagte Cornelia Hasler, die am Mittwochabend mit Daniela Hälg von der Village-Office-Genossenschaft einen Workshop leitete.

Daniela Hälg, Village-Office. (Bild: PD)

Daniela Hälg, Village-Office. (Bild: PD)

Eindrücklich führte ein Zeitraffer das wachsende Verkehrsaufkommen im Raum Zürich in den frühen Morgenstunden vor Augen. Ein wirksames Mittel zur Gegenpendler-Bewegung wäre laut Hasler ein Coworking-Space am Wohnort, wo Arbeitsplätze und Infrastruktur zeitlich begrenzt und gegen Gebühr zur Verfügung stehen.

Arbeitsplatz mit Café mitten im Dorf

Cornelia Hasler, Village-Office. (Bild: PD)

Cornelia Hasler, Village-Office. (Bild: PD)

Mit vier Nutzungsszenarien zeigte Hasler auf, wie sich das Coworking auf die Themen Person/Organisation, Gesellschaft, Produktivität und Innovation positiv auswirken kann. Die Vorteile seien mehr Lebensqualität, eine inspirierende Gemeinschaft und eine lokale Wertschöpfung. Um die Attraktivität zu steigern, könne im Village-Office etwa ein Café, eine Kinderhüeti oder ein Generationentreff angeboten werden. 96 Stettfurter nahmen an der Umfrage zum Thema Village-Office teil. Drei Viertel von ihnen wünschen sich ein Café – der am häufigsten geäusserte Wunsch. An zweiter Stelle folgt mit 38 Prozent der Wunsch nach einem Arbeitsplatz im Dorf.

Blick auf die Gemeinde Stettfurt am Sonnenberg, rechts oben das Schloss Sonnenberg. (Bild: Andrea Stalder)

Blick auf die Gemeinde Stettfurt am Sonnenberg, rechts oben das Schloss Sonnenberg. (Bild: Andrea Stalder)

Daniela Hälg forderte die zehn Anwesenden danach auf, in zwei Gruppen die Anknüpfungspunkte für Stettfurt in vier Fragen zu diskutieren. Zur Frage des Coworking als Begegnungsort wurde eine Jobbörse vorgeschlagen mit dem Motto «Jung hilft Alt und umgekehrt». Weiter sollen als Zielgruppe Dorfbewohner wie auch Externe, etwa Pendler der nahen Autobahn, angesprochen werden. Bei der Frage zu einem Dorfplatz mit zusätzlichen Dienstleistungen wurden ein Einkaufsservice sowie Coworking-Anlässe für Gruppen als Ideen genannt. Lokale Produzenten könnten mit einem Znüniwagen oder einer Früchte- lieferung ins Boot geholt werden. Bei der Frage nach besserer Vereinbarkeit mit der Familie wurde ein Mittagstisch auch für Erwachsene genannt sowie ein Lernraum für Schulkinder.

Gemeindepräsident Markus Bürgi. (Bild: Andrea Stalder)

Gemeindepräsident Markus Bürgi. (Bild: Andrea Stalder)

Es zeigte sich klar, dass vor dem Start die konkreten Bedürfnisse abgefragt werden müssen. Ausserdem sollten die Finanzierung wie auch der Standort, etwa in bestehenden Firmen, geklärt sein und das Coworking mit einem Mehrwert wie Events attraktiv gestaltet werden. Gemeindepräsident Markus Bürgi lobte die Ideen und ist nun umso mehr von einem Village-Office im Ort überzeugt.

Weitere Infos: www.villageoffice.ch

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