«Ein bisschen leiden tut gut»: Rund 2500 Läuferinnen und Läufer am 85. Frauenfelder Militärwettmarsch

Das nasskalte Wetter schreckt die Teilnehmer am 85. Frauenfelder Militärwettmarsch nicht ab.

Florian Beer
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Frauenfeld und Wil wurden am Sonntag zu einem richtigen Pilgerort für Marathonläufer aus dem In- und Ausland. Trotz kalter Temperaturen und nassem Wetter nahmen laut des Veranstalters rund 2500 Läuferinnen und Läufer am Waffenlauf sowie Marathon und Halbmarathon teil. Damit gehört der «Frauenfelder» nebst dem St.Galler Auffahrtslauf und dem Gossauer Weihnachtslauf zu den grössten Laufanlässen der Ostschweiz und zu einem der ältesten Volksläufe in der Schweiz.

Waffenläufer mit Packung unterwegs auf der Marathonstrecke von Frauenfeld nach Wil und retour. (Bilder: Andrea Stalder)

Waffenläufer mit Packung unterwegs auf der Marathonstrecke von Frauenfeld nach Wil und retour. (Bilder: Andrea Stalder)

In diesem Jahr wurde der Waffenlauf zum 85. Mal durchgeführt. Parallel zum traditionellen Militärwettmarsch fand zum 35. Mal der Juniorenlauf statt, sowie zum 20. Mal der zivile Marathon und der teilnehmerstarke Halbmarathon.

Kanonenschüsse zum Start

Am Sonntagmorgen versammelten sich auf dem Frauenfelder Marktplatz bereits die Teilnehmer des Militärlaufes, der um 10 Uhr mit lauten Kanonenschüssen gestartet wurde. Musikalisch begleitet wurde die Zeremonie von einer Blaskapelle. Die Mehrheit trug Camouflage- Uniform mit Gewehr auf dem Rücken und Laufschuhen. So auch Lukas Hofmann, der 1997 die Rekrutenschule absolvierte und Unteroffizier war.

«Mir gefällt, dass beim ‹Frauenfelder› Tradition und Sport verbunden werden.» Zudem tue es ihm gut ein bisschen zu leiden, fügte er schmunzelnd hinzu. Er sei bereits zum vierten Mal dabei. «Es gibt viele, die schon seit Jahren hier mitlaufen. Das ist mein Ziel, eines Tages auch zu den langjährigen Läufern zu gehören», begründet Hofmann seine Motivation. Einer dieser langjährigen Teilnehmer des Militärlaufes ist Charles Furrer.  Er sagt:

«Ich laufe heute zum vierzigsten Mal den ‹Frauenfelder›, 39 Jahre lang sogar ohne Unterbruch.»

Zur Feier des Tages hat er an sein Gewehr ein dekoriertes Schild mit der Zahl 40 gehängt. Ihm gefalle die tolle Ambiance an diesem Anlass. Er freue sich über die starken Leistungen seiner Mitläufer. «Ich bin ein Ausdauerläufer und bin auf dem Rückweg meistens schneller», sagt Furrer. Ob das bei diesem nass-kalten Wetter auch so sei, werde er sehen.

Läufer aus Deutschland, Österreich und Mazedonien

Die Spitzenläufer des Marathons passierten gegen 11.30 Uhr den Wendepunkt in der Wiler Altstadt. Halbmarathon und Juniorenlauf starteten dort und kamen auf der gleichen Strecke ins Ziel nach Frauenfeld. Die Durchmischung der verschiedenen Laufdisziplinen auf der gleichen Strecke verleihe dem Anlass eine spezielle Atmosphäre, schreibt das Organisationskomitee. Doch nicht nur die Laufdisziplinen, auch die Nationalitäten und Herkunft der Läufer waren divers. Seit Jahren nehmen auch Delegationen aus Deutschland, Österreich und Mazedonien am «Frauenfelder» teil.

Seit Jahren nehmen auch Delegationen aus Deutschland, Österreich und Mazedonien (im Bild)  am «Frauenfelder» teil.

Seit Jahren nehmen auch Delegationen aus Deutschland, Österreich und Mazedonien (im Bild)  am «Frauenfelder» teil.

Jan Röli aus Berlin läuft bereits zu dritten Mal mit. «Ein Kamerad hatte vor drei Jahren die wahnwitzige Idee, hier mitzulaufen.» Es mache viel Spass. Die Herausforderung und die Atmosphäre auf der Strecke seien toll. In Deutschland gäbe es einen Lauf dieser Art nicht. Einige seiner Mitläufer seien auch bereits zum dritten Mal hier, andere erst zum zweiten oder sogar zum ersten Mal. Ein Kamerad meinte:

«Ich bin zum ersten, und bestimmt nicht zum letzten Mal hier!»

Malin Ekdahl aus Aarau läuft am «Frauenfelder» mit, weil Marathon ihr Hobby sei. Sie sieht die Strecke von Frauenfeld nach Wil und retour als sportliche Herausforderung. Dass der «Frauenfelder» ein so traditionsreicher Lauf sei, mache die Sache noch besser.33

Der Militärwettmarsch feiert

Zum 80. Mal feuert die Haubitze am Sonntag in einer Woche den Startschuss ab: Der «Frauenfelder» nach Wil und zurück ist der einzige Waffenlauf über die Marathonstrecke.
Stefan Hilzinger