Grosses Interesse an Eröffnung des Steckborner Turmhofareals

Die Stiftung Turmhof feierte am Samstag die Eröffnung des Turmhofareals. Neu trägt Stadtpräsident Roger Forrer die Verantwortung als Stiftungspräsident. Er ist Nachfolger von Alfred Muggli.

Margrith Pfister-Kübler
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Die Stiftungsmitglieder erfreuten sich an der Turmhof-Eröffnung eines grossen Besucherandrangs. (Bilder: Donato Caspari)

Die Stiftungsmitglieder erfreuten sich an der Turmhof-Eröffnung eines grossen Besucherandrangs. (Bilder: Donato Caspari)

Fröhliche Stimmung und zufriedene Gesichter gab’s am Samstagvormittag bei der Eröffnung des Turmhofareals. Es war ein bedeutender Tag für die Turmhofstiftung. Der gut gelaunte Stiftungspräsident Alfred Muggli zeigte bei der Begrüssung seine Freude über den Grossaufmarsch an Gästen und sagte: «Die Turmhofgeschichte ist voller Intrigen.»

Deshalb beschränke er sich in seiner Ansprache auf die Geburt. «Drei Hunde haben dabei eine Rolle gespielt und ein Bündner Bergdorf.» Schuders, die Partnerkirchgemeinde von Steckborn. Das war im Jahr 2000. Muggli, damals Evangelischer Kirchenpräsident, war auf der Suche nach Geld für die Renovation des alten Schulhüsli. Kirchensteuer erhöhen oder Turmhof und Linde verkaufen, wurden diskutiert. Im August 2001 sei er dann im Sassenloo mit dem Hund unterwegs gewesen; Doris Hertner war ebenfalls mit Hunden unterwegs. Die Hunde beschnupperten sich. Man kam ins Gespräch.

Drei Millionen Franken Kapital für Stiftung

Sie habe eine Lösung für den Turmhof, erklärte Doris Hertner. So kam alles ins Rollen, auch SP-Nationalrat Jost Gross war involviert. Die Gründung einer Stiftung mit dem geschenkten Kapital von drei Millionen Franken in Form von Aktien war perfekt (unsere Zeitung berichtete).

 Letzte Amtshandlung als Stiftungspräsident: Fredi Muggli enthüllt die Gedenktafel.

Letzte Amtshandlung als Stiftungspräsident: Fredi Muggli enthüllt die Gedenktafel.

Auf der am Samstag durch Alfred Muggli enthüllten Gedenktafel, angebracht am Turmhofgebäude, ist zu lesen: «Die Stiftung Turmhof wurde am 2. Dezember 2002 von Doris und Alfred Hertner-Diethelm im Andenken an ihre jung verstorbenen Söhne Werner (1949 – 1960) und Andreas (1958 – 1959) mit dem Zweck errichtet, den historischen Gebäudekomplex zu erwerben, zu restaurieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.»

Muggli dankte allen, die den Weg konstruktiv beackerten. Er wies auf die Gönnertafel, die noch Platz für weitere Namen hat und sagte: «Ich musste immer wieder Geld betteln für die Stiftung.» 5,5 Millionen Franken Kosten sind ein Hochseilakt. Regierungspräsidentin Cornelia Komposch gratulierte und sagte: «Es ist grossartig, was hier entstanden ist. Trotz vieler Stolpersteine sind der Turmhof und die umliegenden Gebäude zu einem Bijou geworden.» Sie bezeichnete Muggli als «Vater vom Turmhofareal», der seinen Glauben an den Erfolg nie aufgegeben habe.

Regierungsratspräsidentin Cornelia Komposch bei ihrer Ansprache.

Regierungsratspräsidentin Cornelia Komposch bei ihrer Ansprache.

Umsichtige Arbeit gelobt

Unter der Leitung von Sven Bradke diskutierten Max Arnold, Präsident Baukommission, Ruedi Elser, kantonaler Denkmalpfleger, Architekt Adrian Puchinger sowie Stadtpräsident Roger Forrer.

Max Arnold lobte die umsichtige Zusammenarbeit und die Vorarbeit von Robert Fürer. Stadtpräsident Roger Forrer dankte auch den Stimmbürgern, die einem Darlehen zustimmten.

Ein Kernstück der Feier war die Verabschiedung von Stiftungspräsident Alfred Muggli. Auch Ehefrau Rosmarie kam zu Ehren. «Es ist stürmisch zu und her gegangen. In uneigennütziger Art und guter Hartnäckigkeit hat Alfred Muggli alles durchgestanden», sagte Stadtpräsident Forrer. Die Musikerinnen Giovanna Fazio (Piano) und Justina Duda (Oboe) erfreuten mit musikalischen Einlagen und Sven Bradke mit kluger Moderation. Die Gäste nutzten die Besichtigung der renovierten Gebäude und den exklusiven Mietwohnungen.

Das Podium mit Max Arnold, Präsident Baukommission, Ruedi Elser, Kantonaler Denkmalpfleger, Moderator Sven Bradke, Architekt Adrian Puchinger und Stadtpräsident Roger Forrer.

Das Podium mit Max Arnold, Präsident Baukommission, Ruedi Elser, Kantonaler Denkmalpfleger, Moderator Sven Bradke, Architekt Adrian Puchinger und Stadtpräsident Roger Forrer.