Ein Bier für Meister Adebar: Das Brauhaus Sternen in Frauenfeld spendet der Organisation Storch Schweiz 700 Franken

Das Brauhaus Sternen in Frauenfeld konnte der Organisation Storch Schweiz einen Check über 700 Franken überreichen. Das Geld soll den Weissstörchen zugute kommen.

Christof Lampart
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Stefan Mühlemann, Brauhaus-Inhaber, überreicht Tobias Salathé, Präsident von «Storch Schweiz» den Check.

Stefan Mühlemann, Brauhaus-Inhaber, überreicht Tobias Salathé, Präsident von «Storch Schweiz» den Check.

Bild: Christof Lampart

Das Brauhaus Sternen und brütende Störche – das ist seit einigen Jahre eine Erfolgsgeschichte. Wie Brauhaus-Geschäftsführer Stefan Mühlemann am Samstagvormittag im Rahmen der Mitgliederversammlung von «Storch Schweiz», die im Brauhaus Sternen stattfand, vor rund 50 Mitgliedern erklärte, fing die «Liebesbeziehung» zwischen den Brauern und den Klapperstörchen im Jahr 2015 an.

Damals richtete das Brauhaus auf dem freistehenden Hochkamin einen Horst ein. Und schon im ersten Jahr liess sich ein Storchenpaar dort oben nieder. Fünf Jahre später gehören die Vögel quasi zum Betrieb und wurden vom Personal auf die Namen «Hopfen» und «Malz» getauft. Mühlemann sagte gegenüber den Storchenfreunden:

«Die Störche sind mittlerweile unsere Maskottchen.»

Zugleich überbrachte Stefan Mühlemann «Storch Schweiz» ein Geschenk – einen Check über 700 Franken. Dieser stammt aus dem Erlös des Adebar Ambers, einem bernsteinfarbenen Bier, welches das Brauhaus Sternen seit über zweieinhalb Jahren im Sortiment führt und in der 0,3-Literflasche verkauft.

«Adebar» ist der Fabelname des Storches, kann aber auch augenzwinkernd als «a de Bar» verstanden werden – beides ist in diesem Fall richtig. Von jeder verkauften Flasche gehen zehn Rappen an «Storch Schweiz». Was bedeutet, dass vom Gerstensaft im vergangenen Jahr an die 7000 Flaschen oder 2300 Liter verkauft worden sind.

Beringung der Störche ist teuer

Tobias Salathé, Präsident von «Storch Schweiz» freute sich über Geld und Geste:

«Mit diesem Betrag, aber auch mit der öffentlichkeitswirksamen Aktion zum Wohle der Vögel, können wir viel für den Schutz der einheimischen Störche tun.»

Als ein wichtiges Projekt nannte er die Überwachung der Weissstörche in der Schweiz. Dafür sei es nötig, eine gute Stichprobe an Störchen zu beringen, was «schwierig und teuer» sei. Umso dankbarer sei man über den Check. «Vielleicht können wir uns ja revanchieren und heute dafür sorgen, dass es auch dem Brauhaus gut geht», sagte Salathé schmunzelnd, als er den Check entgegennahm.

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