Eine weitere Umfahrung: Der Sirnacher Gemeinderat führt einen alten Auftrag aus

Nach der Inbetriebnahme der Umfahrungsstrasse Spange Hofen plant der Sirnacher Gemeinderat den nächsten Schritt.

Olaf Kühne
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Die östliche Ausfahrt aus dem Q20-Kreisel ist längst gebaut, mündet jedoch in einen Feldweg mit Fahrverbot. Die neue Umfahrung soll dereinst bis zur Frauenfelderstrasse führen.

Die östliche Ausfahrt aus dem Q20-Kreisel ist längst gebaut, mündet jedoch in einen Feldweg mit Fahrverbot. Die neue Umfahrung soll dereinst bis zur Frauenfelderstrasse führen.

(Bild: Olaf Kühne)
Kurt BaumannSirnacher Gemeindepräsident

Kurt Baumann
Sirnacher Gemeindepräsident

(Bild: Donato Caspari)

Vorerst geht es nur um einen Eventualkredit. An ihrer Gemeindeversammlung vom 10. Dezember befinden die Sirnacher Stimmbürger über die Erschliessung der künftigen Dreifachsporthalle Birkenweg. Wie hoch der Kreditantrag genau sein wird, weiss Gemeindepräsident Kurt Baumann noch nicht. Er sagt aber: «Sicher über 300'000 Franken.»

Der Antrag des Gemeinderates kommt in Form eines Eventualkredites daher, weil die Sirnacher erst im kommenden Jahr an der Urne über die neue Turnhalle befinden werden. Würde dieses Projekt scheitern, wäre auch der Erschliessungskredit obsolet.

Zumindest vorerst. Denn der Sirnacher Gemeinderat hat Grösseres im Sinn. Oder besser gesagt: Er hat vor nunmehr elf Jahren an einer Gemeindeversammlung den Auftrag für Grösseres erhalten. 2009 wurde ein Antrag für dringlich erklärt, nach der Fertigstellung der Umfahrungsstrasse Spange Hofen die Planung der Spange Grünau Nord an die Hand zu nehmen. Was damals noch weit weg schien, ist inzwischen eingetroffen: Am 27. April rollten die ersten Autos über die Umfahrung.

Die neue Strasse mündet in den Q20-Kreisel, dessen östliche Ausfahrt zwar längst gebaut ist, seit Jahrzehnten aber in einen Feldweg mit Fahrverbot mündet. Die ersten Meter dieses Weges sollen nun mittels des eingangs erwähnten Eventualkredites zur Zufahrt zur neuen Sporthalle ausgebaut werden. Jüngst hat zudem der Gemeinderat einem Verkaufsangebot des Kantons zugestimmt: Für 26'000 Franken erwirbt Sirnach das erforderliche Land für eine Strasse nördlich der Schulanlage Grünau, vom Q20-Kreisel zur Frauenfelderstrasse. «Die Spange Grünau Nord haben wir als sogenannte A-Massnahme im Agglomerationsprogramm der vierten Generation beim Bund eingereicht», sagt Kurt Baumann.

Und so soll die neue Umfahrung dereinst den Sirnacher Dorfkern, den Kirchplatz, entlasten. Dessen dadurch ermöglichte Umgestaltung ist denn auch bereits Teil des Agglomerationsprogrammes der dritten Generation.

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