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Fragen zu Polizeipostenschliessung: Wängis Gemeindepräsident erhielt nie eine Antwort

Spätestens Ende 2019 gehen im örtlichen Polizeiposten in Wängi für immer die Lichter aus. Bereits Mitte November schliesst die Einrichtung für einen dreimonatigen Probebetrieb.
Olaf Kühne
Wängis Gemeindepräsident Thomas Goldinger. (Bild: Olaf Kühne)

Wängis Gemeindepräsident Thomas Goldinger. (Bild: Olaf Kühne)

«Dass unser Polizeiposten schliesst, ist klar», sagt der Wängemer Gemeindepräsident Thomas Goldinger. «Darüber hat uns der Polizeikommandant persönlich informiert – drei Tage, bevor es in der Zeitung stand.»

Das sei es in der ganzen Geschichte dann aber auch schon gewesen mit offiziellen Informationen. «Das Thema lag ja schon länger in der Luft», sagt Goldinger weiter. Während der ganzen Zeit habe er sich aber immer nur in der Zeitung darüber informieren können.

«Ich habe deshalb im Sommer der zuständigen Regierungsrätin Cornelia Komposch einen Brief geschrieben – ganz offiziell als Gemeindepräsident von Wängi.» Eine Antwort habe er allerdings nie erhalten – und: «Noch nicht mal eine Eingangsbestätigung.» Nun ist die Schliessung des Wängemer Postens also definitiv. «Spätestens Ende 2019, Genaueres wissen wir auch nicht.»

Gemeindeversammlung bewilligte Bau 2003

Den Anbau ans Gemeindehaus, in welchem der Polizeiposten untergebracht ist, hatte 2003 die Gemeindeversammlung bewilligt – um die Polizei im Dorf zu behalten. 2004 wurde der Bau eingeweiht. Die Gemeinde ist Eigentümerin, die Polizei Mieterin. «Der Mietvertrag läuft weiter, wir haben noch keine Kündigung erhalten», sagt Thomas Goldinger.

Dennoch wurde der Wängemer Gemeinderat vorletzte Woche auch darüber informiert, dass der Posten bereits Mitte dieses Monats schliesst. Für einen «dreimonatigen Probebetrieb». Ob der Polizeiposten Mitte Februar 2019 wieder aufgeht, und ob und wie der Probebetrieb ausgewertet oder nachbesprochen wird, weiss der Gemeindepräsident nicht. Da danach – irgendwann – die Schliessung aber sowieso definitiv ist, spielt es für ihn auch keine entscheidende Rolle. «Wir fürchten uns nicht um die Sicherheit im Dorf wegen der Schliessung», sagt Goldinger. Wenn wirklich etwas passiere, rufe man die 117 an.

«Wir fürchten uns nicht um die Sicherheit im Dorf wegen der Schliessung.»

«Wir bedauern vielmehr, dass für die Bevölkerung, aber auch für unsere Verwaltung oder für uns als Behörde eine niederschwellige Ansprechstelle wegfällt.» Man kenne sich und könne so recht einfach um Rat fragen – lange bevor es darum gehe, Anzeige wegen etwas zu erstatten. Eine konkret für die Gemeinde zuständige Ansprechperson seitens Kantonspolizei soll es indes auch künftig geben – auf den sogenannten Hauptposten. Während des dreimonatigen Probebetriebes steht dieser in Münchwilen, nach der definitiven Schliessung ist dann Aadorf zuständig für Wängi.

Kein öffentlicher Verkehr nach Aadorf

«Von der Distanz her spielt es für uns Wängemer eigentlich keine Rolle», sagt Goldinger. «Nur sind Aadorf und Wängi leider überhaupt nicht mit dem öffentlichen Verkehr miteinander verbunden.» Wolle also jemand ohne Auto dereinst zu «seinem» Hauptposten, um beispielsweise den Verlust seiner Identitätskarte anzuzeigen, werde der Standort Aadorf zum Problem.

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