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Frauenfeld: Eigenes Geld für die Region

Im Murg-Auen-Park präsentierten Studierende Ideen für eine nachhaltige Landschafts- und Regionalentwicklung in der Region. Eine Studentin schlug vor, eine Regionalwährung zu lancieren.
Rahel Haag

«Was läuft?», war auf der ersten Folie einer Präsentation zu lesen. «Das fragte ich mich immer wieder», sagte der Student der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Er lebe seit zwei Jahren in Hüttlingen und sei froh, dass es dort die «Mühle im Grünen» gebe. Sie sei nicht nur ein Treffpunkt, sondern werde auch für verschiedene Angebote genutzt. Vor kurzem habe er dort einen Workshop des Landfrauenvereins Thurtal Hüttlingen besucht. «Dort lernte ich, wie man selber Sirup herstellen kann.» Zudem würden im sogenannten Village-Office Arbeitsplätze für Menschen aus der Region zur Verfügung gestellt.

Brigitte Fürer, Geschäftsführerin Regio Frauenfeld. (Bild: Rahel Haag)

Brigitte Fürer, Geschäftsführerin Regio Frauenfeld. (Bild: Rahel Haag)

Im Verlauf des Referats stellte sich heraus, dass es sich hierbei um ein fiktives Szenario handelt. Am Dienstagabend stellten im Pavillon im Murg-Auen-Park insgesamt sieben Studierende des Studiengangs Umweltingenieurswesen der ZHAW in Wädenswil ihre Projektarbeiten für eine nachhaltige Landschafts- und Regionalentwicklung in der Regio Frauenfeld vor.

Visionäre Ideen mit viel Bodenhaftung

Es war bereits die dritte Ausgabe dieser Zusammenarbeit. Brigitte Fürer, Geschäftsführerin der Regio Frauenfeld, war angetan von den unterschiedlichen Ideen. «Die diesjährigen Projekte sind visionär und weisen gleichzeitig viel Bodenhaftung auf», sagte sie. Zudem schätze sie den Blick von aussen, dieser empfinde sie als ausserordentlich wertvoll. Dennoch: Umgesetzt wurde bis anhin noch keine der Ideen. «Das hat damit zu tun, dass wir manchmal andere Prioritäten haben.» Die Vorschläge würden aber im Vorstand der Regio Frauenfeld «getestet». Dies bestätigte auch die verantwortliche Modulleiterin Priska Müller Wahl: «Die Ideen sind als Impulse gedacht und werden der Regio Frauenfeld übergeben.»

Fonds zur Unterstützung regionaler Projekte

Da es in der Region viele Kleinbetriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern gibt, präsentierte eine weitere Studentin die Idee, eine Regionalwährung zu lancieren. Dabei handle es sich um ein Gutscheinsystem. «Die Währung wäre ein Tauschmittel für Güter und Dienstleistungen», sagte sie. Die Währung könnte gegen Schweizer Franken erworben werden. «Das Geld würde auf einen Fonds eingezahlt, der regionale Projekte unterstützt.»

Ideen innerhalb von zwei Monaten entstanden

Bei der Veranstaltung handelt es sich um die Schlusspräsentation der Projekte. Es waren auch Vertreter der verschiedenen Gemeinden der Regio Frauenfeld anwesend. Anfang April arbeiteten die Studierenden je zwei Ideen aus, die Experten präsentiert wurden. Anschliessend wurde die bessere Idee bestimmt und weiter vertieft. Die Projektideen wurden aus den Entwicklungsperspektiven Natur-, Kultur-, Lebens- sowie Wirtschaftsraum erarbeitet. Das Modul wird im Rahmen der Vertiefungsrichtung Landschaft, Bildung und Tourismus durchgeführt. (rha)

Ein weiteres Projekt trägt den Namen «Art on Thur». Dahinter verbirgt sich die Idee, Landschafts- und Naturkunst in der Region zu fördern. «Die Region soll für ihre Kunstinstallationen bekannt werden», sagte der verantwortliche Student. Weiter sollten sich dadurch Kunstschaffende aus der Region besser miteinander vernetzen können. Das Projekt kam bei den Anwesenden sehr gut an. «Ich hätte nur ein wenig Angst, dass dann ein paar Steinmännchen in der Thur schon als Kunst gelten», sagte Brigitte Fürer.

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