Ehrenrunde bei der Wahl des Kirchenpflegers für Evangelisch Frauenfeld

Der designierte neue Finanzchef  und Nachfolger von Wolfgang Ackerknecht in Frauenfeld zieht seine Kandidatur zurück. Dafür beginnt im Mai eine neue Leiterin des Sekretariats.

Stefan Hilzinger
Hören
Drucken
Teilen
Personelle Wechsel bei Evangelisch Frauenfeld: Tobias Burkhalter (neuer Kandidat für die Vorsteherschaft), Ruth Krähenmann (neue Leiterin des Sekretariats ab Mai), Renata Jeker (neuer Leiterin des musikalischen Angebots für Kinder und Jugenlichen mit Kirchenpräsident Heinz Stübi.

Personelle Wechsel bei Evangelisch Frauenfeld: Tobias Burkhalter (neuer Kandidat für die Vorsteherschaft), Ruth Krähenmann (neue Leiterin des Sekretariats ab Mai), Renata Jeker (neuer Leiterin des musikalischen Angebots für Kinder und Jugenlichen mit Kirchenpräsident Heinz Stübi.

(Bild: PD)

Die verhängnisvolle E-Mail erreicht Heinz Stübi um 9.20 Uhr am vergangenen Donnerstag. Er wolle seine Stelle in Frauenfeld nicht antreten, schreibt da der Kirchenpfleger in spe dem Präsidenten der Evangelischen Kirchgemeinde Frauenfeld. «Ja, unser Kandidat hat sich zurückgezogen», erklärt Stübi den rund 90 Stimmberechtigten an der Budgetversammlung im Kirchgemeindehaus am Montagabend.

Den neuen, laut Stübi bestens qualifizierten Pfleger hätte die Vorsteherschaft am 15. März von den evangelischen Stimmbürgern an der Urne wählen lassen wollen. Nun muss die Behörde bei der Suche nach einer Nachfolge für Wolfgang Ackerknecht zurück zum Start. «Wir werden die Stelle demnächst wieder ausschreiben», sagt Präsident Stübi.

Erfolgreicher war die Vorsteherschaft bei der Anstellung einer neue Leiterin des Sekretariats. Die Frauenfelderin Ruth Krähenmann wird Nachfolgerin von Simone Fuchs. Krähenmann tritt ihre Stelle Anfang Mai an. Seit Anfang Jahr ist die Winterthurerin Renata Jeker neue Leiterin des musikalischen Angebotes für Kinder und Jugendliche.

Kirchgemeindehaus hat Vorrang

Nachdem 2019 im Kirchgemeindehaus eine neue Gasheizung eingebaut wurde, ist in diesem Jahr die Verbesserung des Brandschutzes das Thema, wie Stephan Winkler erklärte. Er ist in der Kirchenvorsteherschaft für die Immobilien zuständig. Ausserdem sei man daran, die Erneuerung von Küche und WC-Anlage zu planen. Die Vorsteherschaft habe die Innensanierung des Kirchgemeindehauses gegenüber dem Projekt für neuen Wohnraum an der Oberkirchstrasse 18 vorgezogen. Dort ist für 2021 ein Architekturwettbewerb geplant. (hil)

Bei den Gesamterneuerungswahlen der Vorsteherschaft vom 15. März tritt Bernhard Vetterli nicht mehr an. Als neues Mitglied kandidiert der bald 28-jährige Sozialarbeiter Tobias Burkhalter für die Kirchbehörde. Burkhalter versteht sich als Stimme der Jugend im Gremium. Die weiteren Behördenmitglieder mit Präsident Heinz Stübi stellen sich wieder zur Verfügung.

Eine Defizit im laufenden Jahr budgetiert

Für 2020 rechnet die Kirchgemeinde bei einem Aufwand von 4,73 Millionen Franken mit einem Verlust von knapp 117'000 Franken. Der Finanzplan rechnet auch in den nächsten Jahren mit Verlusten bei gleichem Steuerfuss von 16 Prozent. Dies sei angesichts des Eigenkapitals von 9 Millionen Franken aber verkraftbar, sagte Pfleger Ackerknecht. Man werde sparsam mit den Mitteln umgehen, versprach Präsident Stübi. Ein Stimmbürger machte beliebt, die Einnahmen zu steigern, etwa bei der Vermietung des Gemeinschaftszentrums Viva, oder zu prüfen, den «Kirchenbote» statt gedruckt künftig nur noch digital zu verbreiten.