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Ostschweizer Powerplay soll bei Mobilitätsthemen besser spielen

Die IHK St.Gallen-Appenzell und die IHK Thurgau fordern ein gemeinsames Vorangehen bei der Mobilität. Es gibt schon erfolgreiche Beispiele im Bahnbereich.
Sebastian Keller
Ostschweizer Regierungsvertreter diskutieren mit Verkehrsexperten über das Thema Mobilität. EcoOst-Arena nennt sich der gemeinsame Anlass der IHK St.Gallen-Appenzell und der IHK Thurgau. (Bild: Donato Caspari)

Ostschweizer Regierungsvertreter diskutieren mit Verkehrsexperten über das Thema Mobilität. EcoOst-Arena nennt sich der gemeinsame Anlass der IHK St.Gallen-Appenzell und der IHK Thurgau. (Bild: Donato Caspari)

Die Ostschweiz steht am Schluss der Rangliste: Zwischen 1990 und 2016 floss in keine Region der Schweiz weniger Geld in ­Nationalstrassen als in den östlichen Landesteil. Am meisten Bundesgelder flossen im gleichen Zeitraum in die Westschweiz. Auch die Zukunft sieht diesbezüglich eher aus wie der Blick in einen Tunnel: Bei Investitionen bis ins Jahr 2040 soll das Geld nur spärlich in die Ostschweiz fliessen.

Diese Statistiken präsentierte Markus Bänziger, Direktor der Industrie-und Handelskammer (IHK) St.Gallen-Appenzell, am Schluss der dritten EcoOst-Arena am Mittwochabend. Der Anlass in der Romanshorner Autobau Erlebniswelt wurde zusammen mit der Thurgauer Partnerorganisation auf die Beine gestellt.

Verkehrsstrategie und Verkehrsrat Ost

Diese Plattform will Politiker und Unternehmer aus den vier Ostschweizer Kantonen näher zusammenbringen. «Der grosse Verteilkampf geht noch los», sagte Bänziger in Hinblick auf künftige Strassenbauprojekte. Etwa die Bodensee-Thurtal-­Strasse (BTS). Diese Entscheide werden in Bern gefällt.

Deshalb formulierte Bänziger im Namen der beiden Industrie- und Handelskammern mehrere Forderungen: So brauche es eine ­gemeinsame und koordinierte Verkehrsstrategie Ost, die alle Verkehrsträger einbindet. Weiter fordern die Wirtschaftsverbände einen Verkehrsrat Ost. Nicht zuletzt verlangen die Verbände einen gemeinsamen Ostschweizer Auftritt.

«Ein zukünftiger ­Investitionsschub in die Verkehrsinfrastruktur», betonte Bänziger, «ist nur mit einer gemeinsamen Agenda möglich.»

Mit einer Stimme nach Bern

Eine solche ist da und dort bereits zu erkennen, wie das ­vorangegangene Podium zeigte: Verkehrsexperten und Ostschweizer Regierungsvertreter diskutierten über die Themen öffentlicher Verkehr, Individualverkehr, aber auch über Langsamverkehr. «Wenn wir ein ­Ostschweizer Problem haben, stehen wir zusammen», sagte etwa der Thurgauer Regierungsrat Walter Schönholzer.

Er erwähnte beispielhaft das Ostschweizer Powerplay bei der BTS. Die Ostschweizer Parlamentarier hatten es dieses Jahr fast geschafft, die BTS in einen früheren Ausbauschritt zu hieven. Der Ausserrhoder Regierungsrat Dölf Biasotto befand, die BTS wie auch der Zubringer Appenzellerland müssen forciert werden. «Wir stehen in Konkurrenz, deshalb müssen wir geeint auftreten.» Das sieht auch sein Amtskollege Ruedi ­Ulmann aus Innerrhoden so:

«Es ist wichtig, dass wir von der Ostschweiz aus Interessen bündeln.»

Der St.Galler Regierungsrat Bruno Damann erwähnte in diesem Zusammenhang den Bahnausbauschritt 2035: «Es hat mich gefreut, dass bei diesem Ausbauschritt alle Ostschweizer Regierungsräte gemeinsam unterschrieben haben für die zusätzliche Projekte.» In diesem Fall war das Ostschweizer ­Powerplay erfolgreich. National- wie Ständeräte sagten Ja zu den zusätzlichen Bahnausbauten.

Bereits dritter Anlass

Die IHK Thurgau war am Mittwochabend gemeinsam mit jener von St.Gallen-Appenzell Veranstalterin der dritten EcoOst-Arena in Romanshorn. Die Veranstaltung hat laut Angeben der veranstaltenden Organisationen zum Ziel, die Kernregion Ostschweiz zu stärken und Politikerinnen und Politiker sowie politisch interessierte Unternehmerinnen und Unternehmen aus der ganzen Region zusammenzubringen.

Gerade in Mobilitätsfragen seien kantonsübergreifende Ansätze gefragt, hiess es in der Einladung. Und darum ging es an der dritten Auflage. Sie trug den Titel «Mobilität - Morgen und Heute». Es nahmen fast 200 Personen teil, der Anlass war ausgebucht.

Der Ort hätte für die Veranstaltung hätte passender kaum sein können: So ist und war Romanshorn ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt der Schweiz: zu Wasser wie auf Schienen. Auch die Örtlichkeit des Anlasses passte: Die Autobau Erlebniswelt. Kernstück ist die he Autosammlung von Fredy Lienhard, ein Schweizer Unternehmer und Rennfahrer sowie Gründer des Unternehmens.

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