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«Digitalisierung müsste Personalwachstum bremsen»

Handelt der Regierungsrat bezüglich E-Government planlos? Ein Vorstoss im Grossen Rat will in Erfahrung bringen, wie dieses Thema im Thurgau angegangen werden soll.
Silvan Meile
Ueli Fisch, Thurgauer GLP-Kantonsrat.

Ueli Fisch, Thurgauer GLP-Kantonsrat.

Ein Interview mit dem Thurgauer E-Government-Verantwortlichen in der Personalzeitschrift «Leuetatze» der Kantonsverwaltung macht Kantonsrat Ueli Fisch (GLP, Ottoberg) stutzig. Dort sei die Rede davon, dass es «jetzt» eine Strategie brauche, um die Digitalisierung in der kantonalen Verwaltung vorwärts zu bringen, bemerkt Fisch. Das veranlasste ihn, zusammen mit BDP-Kantonsrat Andreas Guhl (Oppikon) Fragen an die Kantonsregierung zu richten. «Heisst das, dass der Regierungsrat bisher keine Strategie für die gesamte Verwaltung entwickelt hat und ohne Strategie gehandelt wird?», schreiben sie in einer Einfachen Anfrage. Und die beiden Kantonsräte haken nach: Falls es tatsächlich noch keine Digitalstrategie gebe: «Wann wird diese erarbeitet und dem Grossen Rat zur Kenntnis gebracht?»

Nach acht Jahren ist die Zeit für ein Fazit gekommen

Ueli Fisch und Andreas Guhl nehmen auch das Personalwachstum ins Visier. Jahr für Jahr weise die Regierung darauf hin, dass der Faktor Personal im Verhältnis zur Anzahl Einwohner konstant bleibe, bei 9,8 Stellen pro tausend Einwohnern. «Allerdings müsste im Zeitalter der Digitalisierung genau hier ein Gegentrend möglich sein.»

«Mir geht es nicht darum, dass jetzt Stellen abgebaut werden sollen», sagt Fisch. Aber auf längere Sicht betrachtet müsse die Digitalisierung einzelne Prozesse effizienter machen, dass dadurch mit dem bestehenden Personal mehr Aufgaben bewältigt werden könnten.

Bisher blieb der erwähnte Faktor von 9,8 Stellen konstant bei anhaltender Bevölkerungszunahme. Mit der Zunahme an Einwohnern stieg somit auch die effektive Zahl der Kantonsangestellten. In der Digitalisierung sieht Fisch das Potenzial, dieses Stellenwachstum zu bremsen. Konkret: Der erwähnte Faktor von 9,8 Arbeitsstellen pro tausend Einwohner müsste künftig kleiner werden, auch ohne Stellenabbau.

Schon seit dem Jahr 2010 beschäftigt sich der Kanton Thurgau mit der Digitalisierung und E-Government, halten die beiden Kantonsräte in ihrem Vorstoss fest. Für Ueli Fisch ist nun endgültig die Zeit für ein Zwischenfazit gekommen. «Wo sieht die Regierung den grössten Nutzen der laufenden Digitalisierungsprojekte und wie lässt sich dieser quantifizieren?»

Trotz dieser Kritik, es ist auch schon einiges in Bewegung gekommen. Im besagten Interview werden als Beispiele einer positiven Umsetzung der Digitalisierung in der Verwaltung das Amt für Geoinformation und das Strassenverkehrsamt genannt.

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