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Ein Frauenfelder SP-Parlamentarier macht sich Sorgen, die Dürre hat das Thur-Grundwasser aber nur marginal beeinflusst

Mathias Frei
Ein Bild von vergangenem Sommer: Der Frauenfelder Stadtbach ist zu einem Rinnsal geworden. (Bild: Andrea Stalder (23. Juli 2018))

Ein Bild von vergangenem Sommer: Der Frauenfelder Stadtbach ist zu einem Rinnsal geworden. (Bild: Andrea Stalder (23. Juli 2018))

Frauenfeld  Der allergrösste Teil des Frauenfelder Trinkwassers entstammt dem Thur-Grundwasser. Die Werke fördern das Trinkwasser über die Pumpwerke Widen im Osten und Wuhr im Westen.

«Während der Einfluss der letztjährigen Trockenperiode nur einen geringen Einfluss auf die Grundwasserstände der Thur hatte, konnte sich der Grundwasserspiegel bei der Fassung Thunbach nicht wieder entsprechend erholen.»

Das schreibt der Stadtrat in der Beantwortung der Einfachen Anfrage «Massnahmen bei Trockenheit» von SP-Gemeinderat Pascal Frey. Auf die besagte Fassung entfallen aber nur drei Prozent der Jahresmenge. Das Pumpwerk Thunbach sei aber primär für die Versorgung in Notlagen gedacht. Wenn das Reservoir Stählibuck fertiggestellt sei, werde noch weniger über die Fassung Thunbach gefördert. So könne sich das Thunbach-Grundwasser wieder erholen.

Trotz der Trockenheit stieg der Wasserverbrauch in Frauenfeld nur um vier Prozent, heisst es in der Beantwortung.

«Um die Bevölkerung bezüglich der aussergewöhnlichen Trockenperiode entsprechend zu sensibilisieren, wurde in den lokalen Medien eine entsprechende Kampagne lanciert.»

Am Spitzentag 2018 wurden 13900 Kubikmeter gefördert – das sind 69,5 Prozent der täglich möglichen Maximalmenge. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 2,8 Millionen Kubikmeter gefördert, gleich viel wie im Jahr 1950. Damals betrug der Pro-Kopf-Verbrauch 242 Kubikmeter jährlich, heute sind es noch deren 106. «Der massive Rückgang des Verbrauchs ist unter anderem auf die effizientere Nutzung des Wassers in der Industrie und im Gewerbe zurückzuführen», schreibt der Stadtrat.

Automatische Abschaltung der Brunnen aufwendig

Pascal Frey, SP-Gemeinderat. (Bild: PD)

Pascal Frey, SP-Gemeinderat. (Bild: PD)

Pascal Frey hatte sich Sorgen um den Frauenfelder Wasserhaushalt gemacht. Deshalb hatte er nach entsprechenden Massnahmen gefragt. Bei Wasserknappheit würden die öffentlichen Brunnen abgeschaltet, schreibt der Stadtrat. Eine automatische Abschaltung jeweils über Nacht sei aber nicht geplant, weil technisch zu aufwendig. Zudem könne es bei längeren Standzeiten des Wassers in den Leitungen zu Hygieneproblemen kommen. Regenwassertanks für die Bewässerung könnten Wasser sparen, jedoch sei die in Frauenfeld vorhandene Infrastruktur nicht auf eine lokale Bereitstellung ausgerichtet.

«Bei der Regenwassernutzung ist zudem zu beachten, dass das Regenwassersystem und das Trinkwassersystem absolut voneinander getrennte Installationssysteme sein müssen.»

Die Problematik der Verschmutzung ergebe sich auch bei Rückhaltebecken. Es sei zu beachten, dass es sich beim Wasser in den Rückhaltebecken um Schmutzwasser handle, das mit Fäkalien, Reifenabrieb oder Zigarettenstummeln kontaminiert sei und somit zum Bewässern von Grünflächen ohne entsprechende Aufbereitung ungeeignet sei.

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