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Poetryslam in Frauenfeld: «Du erbst, hat nichts mit Erbsen zu tun»

Kann man seinen Namen vergessen? Mit ihrem Auftritt unter dem Titel «Fragen über Fragen» überzeugte Mia Ackermann aus Flawil Jury und Publikum. Die 18-Jährige gewann den achten «Poetryslam in Mostindien» im Eisenwerk in Frauenfeld.
Christoph Heer
Die Siegerin: Mia Ackermann bei ihrem Auftritt am achten «Poetryslam in Mostindien». (Bild: Bilder: Christoph Heer)

Die Siegerin: Mia Ackermann bei ihrem Auftritt am achten «Poetryslam in Mostindien». (Bild: Bilder: Christoph Heer)

Sie sind Dichter, Slampoeten oder Humoristen und Denker. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Sie sind der deutschen Sprache ungemein mächtig. Sarah Altenaichinger, Elena Gerig, Martina Hügi, Remo Rickenbacher, Gregor Stäheli, Ralph Weibel, Klaus Estermann (ausser Konkurrenz) und Mia Ackermann, traten am achten «Poetryslam in Mostindien» im Eisenwerk auf. Dank einer Mischung aus Humor, Tiefgang, Poesie, Politik und vielem mehr, hatte Langeweile keine Chance. Weit über 100 Besucher genossen die «Verslibrünzlerei» und die Paralympics des Literaturbetriebs – wie Poetryslam oft genannt wird – im Theater in vollen Zügen.

«Slamily», sagen die Slampoeten. Eine Mischung aus Poetry Slam und Family. «Genauso sind wir. Eine Familie. Man kennt, respektiert und mag sich. So einfach ist das», sagte Mia Ackermann. Die 18-jährige Flawilerin schaffte es in den Final und trat dort gegen Ralph Weibel und Elena Gerig an. Aber Halt; es sei kein Gegeneinander, vielmehr ein Miteinander, sagte die spätere Siegerin.

Wenn das Publikum zuhören muss

«Ich bin im Chindsgi. Okay, ich arbeite im Chindsgi, bin ja schon etwas älter», sagte Ackermann zu Beginn ihres finalen Auftrittes. Weiter stellte sie unzählige Fragen, ihr Thema beim zweiten Auftritt des Abends war ja schliesslich auch «Fragen über Fragen». Kann man seinen Namen vergessen, oder in einer S-Bahn essen? Schwierig zu beantworten, doch eines weiss die junge Flawilerin mit Bestimmtheit. «Du erbst, hat nichts mit Erbsen zu tun», Gelächter hallte durch das Theater. «Ist das schön, wenn man als Slampoetin sagen darf, was man will und das Publikum zuhören muss? «Poetryslam ist wie Musik ohne Musik, wobei ich eigentlich mehr dem Genre Gedichte zugeschrieben werden kann», sagte Ackermann, nachdem sie einen ersten Schluck aus der Siegerflasche getrunken hatte. Nach absolvierter Matura befindet sie sich aktuell in einem Praktikum im Kindergarten.

«Die Thurgauer können es einfach»

Der Mostindienslam stellte die Besucher ausnahmslos zufrieden. Warum dem so war, wussten die zwei sympathischen Damen, die am Schluss gar noch geholfen haben aufzustuhlen. «Der Thurgau ist der beste Kanton des Landes. Die Thurgauer können es einfach», sagten Lea Zollinger (Altdorf) und Selina Fröhlich (Zürich) lachend. Für die beiden hat die richtige Slampoetin gewonnen. Auch schon gewonnen – in Herisau – hat Teilnehmerin Elena Gerig (St. Gallen). «Poetryslam ist für mich Hobby und Leidenschaft zugleich» und ihre Mutter Karin Gerig fügte an: «Der Abend war super und auf Elena bin ich einmal mehr richtig stolz». Stolz dürfen auch die Co-Veranstalter vom Eisenwerk und dem Kaff sein. Sie und ihr Team haben einmal mehr einen tadellosen Mostindienslam durchgeführt.

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