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Drei Thurgauer Talentschulen wollen’s wissen

Die Schulen in Erlen, Bürglen und Weinfelden, die Jugendliche in Musik, Tanz, Fussball und Unihockey fördern, haben gemeinsam mit der PH St. Gallen ihre Angebote untersucht. Die Initiative ging dabei von den Schulleitern aus.
Larissa Flammer
Ausrüstung während eines Unihockeytrainings in St. Gallen. (Bild: Benjamin Manser)

Ausrüstung während eines Unihockeytrainings in St. Gallen. (Bild: Benjamin Manser)

Im Kanton Thurgau gibt es auf relativ kleinem Raum ein grosses Angebot an Talentförderungen. Markus Wiedmer, Leiter der swiss unihockey Schule Erlen, sagt: «Ich bin sehr dankbar, dass der Kanton uns viele Freiheiten gewährt.» Trotzdem wollten drei Thurgauer Talentschulen vor einem halben Jahr genau wissen, was denn ihre Stärken und Schwächen sind. Gemeinsam mit der Forschungsabteilung der Pädagogischen Hochschule St. Gallen (PHSG) haben sie eine Evaluation durchgeführt. Die Förderungsangebote Musik und Tanz in Weinfelden, Fussball in Bürglen und Unihockey in Erlen erhalten alle ein gutes Zeugnis ausgestellt, wie es jetzt in einer Medienmitteilung heisst.

Am Ursprung stand Wiedmer von der swiss unihockey Schule Erlen. Er musste in seinem Masterstudiengang eine Untersuchung machen und hat sich dafür seine eigene Schule vorgenommen.

«Die Leiter der anderen Schulen sind dann auf mich zugekommen und wollten ebenfalls mitmachen.»

Wiedmer betont: «Weil ich als Schulleiter selber betroffen war, habe nicht ich die Evaluation geführt.» Verantwortlich war die PHSG. Er habe «wie ein Lehrling» mitgearbeitet.

Fragebogen und mündliche Interviews

Es sei das erste Mal, dass an den Talentschulen eine Evaluation dieser Grössenordnung durchgeführt worden sei. Wiedmer und die anderen beiden Schulleiter wollen ihre Angebote durch die Evaluation einerseits verbessern und andererseits bestätigen. Der Schulleiter in Erlen erklärt:

«Die abgebenden Schulen aus dem ganzen Kanton wollen ihre Talente manchmal gerne behalten und bei sich fördern. Wir möchten mit dem Bericht aufzeigen, was wir alles bieten.»

Etwa 120 ehemalige Absolventen der Angebote haben für die Evaluation einen Fragebogen ausgefüllt. Je eine Gruppe Schüler pro Talentförderungsangebot wurde anschliessend noch in mündlichen Interviews vertieft befragt. Das Ergebnis gemäss Medienmitteilung: «An allen Schulen zeigt sich, dass die schulische Bildung einwandfrei mit der Talentförderung vereinbar ist.» Die Schüler würden in der Anschlusslösung keinerlei Rückstand oder Schwierigkeiten bezüglich Schulstoff aufweisen.

Ausbildung der Mädchen ist verbesserungswürdig

An jedem Standort gibt es auch Verbesserungspotenzial. In der Tanzförderung in Weinfelden besteht Optimierungsbedarf bezüglich der zeitlichen Belastung. Im musikalischen Bereich darf jedoch sogar noch mehr gefordert werden. An der Fussballschule in Bürglen können Details im Tagesablauf verbessert werden. Zudem ist dort die Konstanz der Bezugspersonen im Sport nicht optimal. Die Unihockeyschule in Erlen kann die Förderung nach dem Abschluss der Schule intensivieren. Wiedmer erklärt: «Viele unserer Unihockeytalente können in der Lehre nicht mehr so intensiv trainieren wie bei uns. Das muss der Sportverband lösen.» Dieser erhält die Ergebnisse aus der Evaluation.

Die Unihockeyschule kann ausserdem die Ausbildung der Spielerinnen verbessern. Wiedmer sagt:

«Mädchen in diesem Alter kommen bei den Jungs manchmal etwas unter die Räder.»

Die Schule könne dazu beitragen, das zu verhindern. In der Talentförderung in Erlen ist das Verhältnis Jungs zu Mädchen 35:4. Der Schulleiter sagt: «Während der Sommerferien thematisieren die Lehrpersonen den Bericht.»

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