Münchwiler Eltern und Kinder bauen im September den öffentlichen Spielplatz

Gegen den geplanten Spielplatz vor dem Kirchgemeindehaus gingen keine Einsprachen ein. Auch die Finanzierung der Einrichtung ist fast gesichert. Baustart ist im August.

Olaf Kühne
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Die zwei Bauvisiere vor und hinter der bestehenden Schaukel markieren die Höhen der geplanten Erdhügel, der höhere der beiden erhält eine Kriechhöhle. (Bild: Olaf Kühne)

Die zwei Bauvisiere vor und hinter der bestehenden Schaukel markieren die Höhen der geplanten Erdhügel, der höhere der beiden erhält eine Kriechhöhle. (Bild: Olaf Kühne)

Etwas kryptisch stehen sie in der Landschaft, die zwei Bauvisiere vor dem evangelischen Kirchgemeindehaus in Münchwilen. Markieren sie doch nicht, wie allgemein üblich, die Eckpunkte eines geplanten Gebäudes. Für ein Baugesuch stehen sie dennoch.

«Die beiden Visiere markieren die Höhen der zwei Hügel unseres künftigen Spielplatzes», erklärt Markus Gehret. Er ist Präsident der Spielplatzkommission des Vereins Treffpunkt Münchwilen, des einstigen Frauenvereins. Was von der Funktion her kompliziert tönt, ist der Vorgeschichte des Spielplatzes geschuldet: Die Initiative für die Einrichtung ging einst von der Grünen-Ortspartei und dort insbesondere von Parteipräsidentin Sibylle Stör aus. «Ein öffentlicher Spielplatz fehlt schlicht in unserer Gemeinde», sagt sie. Dabei gelte es doch, das Gemeindemotto «Mir gfallts z’Münchwile» mit Leben zu füllen.

Spenden, Steuergelder und Fronarbeit

Weil es aber nicht Aufgabe einer Ortspartei sei, einen Spielplatz zu bauen – und die Gemeinde das Projekt auch lieber Privaten überliess – ist aus der einstigen Projektgruppe über den vergangenen Winter in anderer personeller Zusammensetzung die heutige Spielplatzkommission geworden. Und aus den einst grob geschätzten 60'000 Franken nun projektierte 85'000 Franken. 45'000 Franken davon segnete die Münchwiler Gemeindeversammlung im November ab, 5000 Franken sagte ein privater Spender bereits im Oktober zu, weitere 5000 steuert der Verein Treffpunkt bei.

Markus GehretPräsident Spielplatzkommission

Markus Gehret
Präsident Spielplatzkommission

Nicht zu vergessen: Die evangelische Kirchgemeinde stellt das Land zur Verfügung. «Uns fehlen nur noch wenige Franken», sagt denn auch Markus Gehret auf Anfrage unserer Zeitung. Der Kommissionspräsident berichtet von der erfreulich verlaufenen Sponsorensuche. «Wir sind im Januar gestartet und überall auf offene Ohren gestossen – bei Privaten und Vereinen wie auch beim Gewerbe», freut sich der Vater zweier Kinder im Vorschulalter.

Getreu der Idee des Spielplatzes, dass dieser die Menschen zusammenbringen soll, setzt die Kommission beim Bau nicht nur auf Profis. Diese starten zwar im August mit den Erdarbeiten – aber:

«Die drei letzten Samstage im September sind Eltern-Kind-Bautage. Rund 40 Zusagen haben wir bereits.»

Weitere Freiwillige seien aber willkommen, wie auch weitere Spenden. Schliesslich soll der Spielplatz mit Hügellandschaft und Tunnel, Wasserspiel und Kletterturm nicht nur für Kinder attraktiv sein, sondern mit Picknicktisch und schattenspenden Bäumen als eigentlicher Dorftreffpunkt der ganzen Bevölkerung zugutekommen.

Infos zum Projekt unter: treffpunkt-muenchwilen.ch