Drei Kandidaten für das Gemeindepräsidium von Warth-Weiningen stellen sich

Tim Riebli, Thomas Hofmann und Katharina Aeschbacher wollen das Gemeindepräsidium übernehmen. Dafür mussten sie am Dienstag an einer Infoveranstaltung die Bevölkerung überzeugen.

Mathias Frei
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Kandidieren für das Gemeindepräsidium von Warth-Weiningen: Thomas Hofmann, Katharina Aeschbacher und Tim Riebli. (Bild: Mathias Frei)

Kandidieren für das Gemeindepräsidium von Warth-Weiningen: Thomas Hofmann, Katharina Aeschbacher und Tim Riebli. (Bild: Mathias Frei)

Ein kleiner Volksaufmarsch. Es interessiert, wer sich zur Wahl stellt für die Nachfolge von Gemeindepräsident Hans Müller. Nicht umsonst braucht es am Dienstagabend kurz vor Veranstaltungsbeginn noch zusätzliche Stühle in der Mehrzweckhalle Vogelhalde. Am Schluss werden es 120 Einwohner gewesen sein. 80 Minuten stehen die drei Kandidierenden im Fokus, ab und zu sind die Fragen aus dem Publikum erstaunlich direkt.

Wohlweisslich ergreift kurz vor Schluss Katharina Aeschbacher Partei für ihre zwei Mitbewerber. «Alter und Erfahrung allein machen es nicht aus», stellt sie klar. Es sei mutig von Tim Riebli und Thomas Hofmann, zu kandidieren.

«Das verdient Respekt.»

Hofmann, 35, und Riebli, 31, sind die beiden jungen Kandidaten. Riebli sitzt seit einem Jahr im Gemeinderat, ist Einsatzleiter bei der Delta Security AG, Hofmann hat noch keine politische Amtserfahrung, ist aber schon seit zehn Jahren als Unternehmer tätig. Ihnen gegenüber steht Katharina Aeschbacher, Jahrgang 1961, seit acht Jahren in der Gemeindebehörde, Administrationsleiterin in der familieneigenen Schreinerei. Sie macht an diesem Abend eine gute Figur, während Riebli und Hofmann auch mal um Antworten ringen müssen. Und die teils giftigen Voten aus dem Publikum richten sich nur gegen Riebli und Hofmann.

Mindestens zwei freie Sitze im Gemeinderat

Während das Präsidium schon am 25. November an der Urne gewählt wird, finden die Gemeinderatswahlen erst am 10. Februar 2019 statt. Von den sechs Behördenmitglieder stellen sich vier (Bruno Keller, Tim Riebli, Peter Meuli, Katharina Aeschbacher) wieder zur Wahl. Andreas Schlatter und Willi Simic verzichten. Damit werden sicher zwei Sitze vakant, je nach Ausgang der Präsidiumswahl noch ein dritter. Wer auf die Namenliste will, meldet sich bis 17. Dezember auf der Gemeindeverwaltung. (ma)

Spannend wird die vom Gemeinderat Andreas Schlatter geleitete Diskussion, wenn sich Fragen oder Antworten konkret auf Warth-Weiningen beziehen. Etwa wenn es um die prozentmässig noch offene Anstellung geht. Während Hofmann und Aeschbacher eher zu 30 Prozent tendieren, würde Riebli 80 Prozent machen – und «mich 100 Prozent einsetzen». Während Aeschbacher nicht will, dass Warth-Weiningen zum Schlafdorf wird, will sich Hofmann für Familienzuzüge einsetzen. Riebli derweil wünscht sich ein gutes Zusammenleben der Generation und dass ältere Menschen im Dorf alles haben, was sie brauchen. Hofmann ruft zum solidarischen Einkaufen im Volg Warth auf, während Riebli bezüglich der Positionierung in der Regio Frauenfeld sagt:

«Wir sehen auf die Hauptstadt hinunter, die Frauenfelder sehen zu uns hoch.»

Gewerbefreundlich sind alle drei, Aeschbacher zeigt sich aber realistisch. Es gehe darum, das heutige Gewerbe zu erhalten. Denn um zu wachsen, sei zu wenig Bauland vorhanden. Nur im Dienstleistungssektor sieht sie noch Chancen. Auch dem schon länger auf der Traktandenliste stehenden Dorfzentrum stehen alle drei sehr positiv gegenüber. Wenn sie einer Partei beitreten müssten, wäre das bei Aeschbacher «Mitte-Links, also CVP». Riebli kann sich auf die Schnelle nicht entscheiden, während Hofmann antwortet: «Die SVP mit einem grünen Daumen und einem roten Zeigfinger.»

Die Urnenwahl für das Gemeindepräsidium findet am Sonntag, 25. November, statt.