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Drei SP-Politikerinnen stellen im Thurgau Fragen zum Geburtshaus St.Gallen

Kantonsrätinnen wollen vom Thurgauer Regierungsrat wissen, wie er mit dem neuen Geburtshaus St.Gallen umgehen will. Sie reichen eine Einfache Anfrage im Grossen Rat ein.
Larissa Flammer
Babywiegen im Geburtshaus Zürcher Oberland in Bäterswil. (Bild: Reto Martin)

Babywiegen im Geburtshaus Zürcher Oberland in Bäterswil. (Bild: Reto Martin)

Drei Thurgauer SP-Kantonsrätinnen brechen eine Lanze für das Geburtshaus St.Gallen, das im April eröffnet wird. In einer Einfachen Anfrage schreiben sie: «Solange das Geburtshaus nicht auf der Spitalliste des Kantons stehe, gehen Teile der finanziellen Aufwendungen der Geburt zu Lasten der jungen Eltern, obwohl alle Mutterschaftsleistungen ohne Selbstbehalt und Franchisenbeteiligung von der obligatorischen Grundversicherung getragen werden.»

Vom Regierungsrat wollen Edith Wohlfender (Kreuzlingen), Barbara Dätwyler (Frauenfeld) und Marina Bruggmann (Salmsach) wissen, ob er die Möglichkeit sieht, hebammengeleitete Geburten in den Leistungskatalog der medizinischen Versorgung aufzunehmen: «Welche Chancen und/oder Risiken kann er darin erkennen?»

Provisorisch auf Spitalliste und wissenschaftlich begleiten

Weiter wollen sie wissen, ob der Regierungsrat ein Sparpotenzial bei den Gesundheitskosten sieht, wenn er das Geburtshaus auf die Spitalliste aufnehmen würde. Eine Niederkunft im Geburtshaus koste die Leistungsträger weniger als im Spital, schreiben die Frauen in ihrer Anfrage. Sie fragen weiter, ob sich der Regierungsrat vorstellen könne, auf Antrag werdender Eltern die Kosten für die Geburt im Geburtshaus zu übernehmen.

Eine Art Kompromiss schlagen sie mit ihrer letzten Frage vor: «Kann sich der Regierungsrat vorstellen, diese alternative Geburtsform provisorisch auf die Spitalliste aufzunehmen und als Projekt wissenschaftlich zu begleiten und zu evaluieren, um danach eine definitive Aufnahme des Geburtshauses in die Spitalliste zu beschliessen?»

Auf Anfrage unserer Zeitung teilte das Thurgauer Amt für Gesundheit Anfang Februar mit, dass der Antrag des Geburtshauses St.Gallen im Rahmen der generellen Überarbeitung der Spitalliste geprüft werde. Der Zeitpunkt dafür sei noch unbestimmt.

Anreize zu medizinischen Interventionen sind kleiner

Die SP-Kantonsrätinnen schreiben, das Geburtshaus greife das Bedürfnis der Gesellschaft nach Individualität auf und biete eine Alternative zur bestehenden klinischen und ambulanten Umgebung.

«Untersuchungen einer international anerkannten Forschungsstelle in England zeigen, dass hebammengeleitete Geburtshilfeeinrichtungen die bessere Ergebnisqualität haben als die üblichen, ärztlich geleiteten Geburtskliniken.» Ein Grund dafür sei, dass es weniger starke Anreize gebe, medizinisch in den Geburtsablauf einzugreifen.

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