Drei gehen, drei kommen: Bewegung in der Behörde der katholischen Kirchgemeinde FrauenfeldPlus

Für kommendes Jahr budgetiert die katholische Kirchgemeinde ein Minus über 120'000 Franken. Thema am Dienstagabend an der Budgetgemeinde waren auch die Personalien in der Vorsteherschaft.

Evi Biedermann
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Die abtretenden und neuen Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft: Ralph Limoncelli (ab 2019), Marcel Berger (ab 2019), Pius Gründler (bis Ende 2018), der abtretende Präsident Lukas Leutenegger (bis Ende 2018), Danielle Limacher (bis Ende 2018) und der neue Präsident Thomas Harder (ab 2019). (Bild: Evi Biedermann)

Die abtretenden und neuen Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft: Ralph Limoncelli (ab 2019), Marcel Berger (ab 2019), Pius Gründler (bis Ende 2018), der abtretende Präsident Lukas Leutenegger (bis Ende 2018), Danielle Limacher (bis Ende 2018) und der neue Präsident Thomas Harder (ab 2019). (Bild: Evi Biedermann)

Für Präsident Lukas Leutenegger, Danielle Limacher und Pius Gründler war es am Dienstagabend der letzte offizielle Auftritt vor den Kirchbürgern der katholischen Kirchgemeinde FrauenfeldPlus. Sie treten Ende Jahr nach sieben Jahren in der Behörde zurück. Mit viel Lob wurden sie verabschiedet. Auch Leuteneggers Nachfolger, Thomas Harder, äusserte sich wohlwollend, schloss dabei die gesamte Kirchgemeinde ein. Hier habe er Menschen kennengelernt, mit denen er sich tief verbunden fühle, sagte der im Frühjahr 2018 gewählte neue Präsident.

«Diese Gemeinschaft hat eine andere Kraft und Tiefe für mich als andere Vereine, bei denen ich auch gerne Mitglied bin.»

Verabschiedet respektive begrüsst wurden nebst den Behördenmitgliedern auch Mitarbeiter der Pfarrei.

Das Budget 2019 sieht Ausgaben von 5,632 Millionen Franken und Einnahmen von 5,514 Millionen vor. Es rechnet bei einem gleich bleibenden Steuerfuss von 16 Prozent mit einem Verlust von knapp 120000 Franken. Die Investitionsrechnung wird mit 255000 Franken belastet. Darin enthalten sind die zweite Etappe der Gebäudesanierung des Mesmerhauses in Gachnang (105000 Franken), die Fenster- und Türsanierung beim Haus Aurora (125000 Franken) und Mehrkosten von 25000 Franken für die Sanierung der Kirche St. Laurentius im Oberkirch. Während die ersten beiden Posten den anwesenden 102 Kirchbürgern vorgelegt werden mussten, lag der Betrag für die Kirchensanierung in der Kompetenz der Kirchenvorsteherschaft.

Kirchgemeinde übernimmt Kapelle Buch

Auch zwei weiteren Anträgen stimmten die Kirchbürger zu. Beim ersten ging es um die Fusion mit der Kappelgemeinde Buch. Das Geschäft war bereits an der Versammlung im Mai traktandiert worden, wurde dann jedoch aufgrund zweier Einsprachen verhindert. Lagen damals, wie bemängelt, möglicherweise zu wenig Informationen über die geplante Fusion vor, wurden sie in der Botschaft zur Versammlung nun auf ganzen fünf Seiten aufgelistet. Mit dem vorliegenden Absorptionsvertrag wird die Kirchgemeinde per 1. Januar 2019 Eigentümerin der Kapelle Buch. Die Kappelgemeinde wird aufgelöst. Die aktuell 92 Katholiken in Buch sind bereits Mitglieder der Kirchgemeinde.

Der zweite Antrag betraf den Verkauf von total 130 Quadratmetern Land an den Kanton Thurgau zum Preis von 23400 Franken. Die betroffenen Parzellen 244 und 242 befinden sich an der St. Gallerstrasse, die im Frühjahr 2019 saniert werden soll. Es sind schmale Streifen entlang des Fahrradwegs und der Hecke im Vorgarten des Hauses Aurora. Gemäss Patrick Josef, Ressort Liegenschaften, bleibt die Ausnützungsziffer der Parzelle 244 (Haus Aurora) unverändert. Der Preis beträgt 180 Franken pro Quadratmeter. Mitten in der Stadt sei das praktisch verschenkt, gab eine Kirchbürgerin zu bedenken. Josef widersprach ihr nicht, sagte jedoch, dass an diesem Preis nicht zu rütteln sei. «Nicht wir, sondern der Kanton bestimmt in diesem Fall den Preis», stellte er klar.

FRAUENFELD: Präsident für 12000 Zahnräder

Die Gesamterneuerungswahl der Kirchenbehörde von katholisch Frauenfeld Plus ging ohne Überraschungen vonstatten. Thomas Harder schaffte die Präsidiumswahl glanzvoll, dasselbe Bild auch bei allen anderen Behördenmitgliedern.

Wahlen für die Zukunft

Am 4. März wählen die katholischen Kirchbürger ihre neue Vorsteherschaft. Unter anderem steht ein Präsidiumswechsel an. Amtsantritt der neuen Behörde ist aber erst auf Januar 2019.
Mathias Frei