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Drei bleiben übrig: Weiterer Rücktritt aus der Aadorfer Schulbehörde

Die Schulbehörde reagiert auf die Rücktrittsforderungen der Interpartei. Behördenmitglied Andreas Spring stellt seinen Sitz per Ende Jahr zur Verfügung. Ob im Gremium nun Ruhe einkehrt, ist fraglich.
Roman Scherrer
Die Aadorfer Schulbehörde mit Astrid Keller, Martin Köstli, Sandra Gansner Lienau, Andreas Spring und Nino Heider stösst am 12. Februar 2017 auf die Gesamterneuerungswahl an. (Archivbild: Olaf Kühne)

Die Aadorfer Schulbehörde mit Astrid Keller, Martin Köstli, Sandra Gansner Lienau, Andreas Spring und Nino Heider stösst am 12. Februar 2017 auf die Gesamterneuerungswahl an. (Archivbild: Olaf Kühne)

«Aus meiner persönlichen Sicht hätte man zu gewissen Themen mehr sagen können», sagt Astrid Keller, Mitglied der Aadorfer Schulbehörde. Sie nimmt damit Stellung zum Vorwurf der Interpartei, die Behörde habe bei der Anhörung die Umstände, die zum Rücktritt von Schulpräsident Martin Köstli geführt haben, zu wenig transparent dagelegt (unsere Zeitung berichtete). Aus ihrer Sicht als Behördenmitglied sei es aber richtig gewesen, als einheitliches Gremium aufzutreten, sagt Keller.

Nachdem die Aadorfer Interpartei vergangene Woche in ihrer Medienmitteilung eine Gesamterneuerungswahl der Schulbehörde vorgeschlagen hatte, reagiert Letztere nun ihrerseits mit einer Medienmitteilung. Darin lässt das Gremium verlauten, dass sie von einer Gesamterneuerungswahl absieht. «Wir haben intensiv über einen Gesamtrücktritt diskutiert», sagt Astrid Keller. «Die Nachteile dieser Variante überwiegen aber.»

Verlust von Fachwissen als Begründung

In der Mitteilung begründet die Behörde ihren Entscheid mit dem Verlust von Fachwissen und Kontinuität im Falle eines Gesamtrücktritts. Zudem müsse sich das kantonale Erziehungsdepartement einschalten, wenn das Gremium mit weniger als drei Mitgliedern nicht mehr handlungsfähig wäre. Dies würde «erschwerte Bedingungen in der Sitzungskultur und Entscheidungsfindung bieten», schreibt die Schulbehörde.

Einen weiteren Rücktritt hat die Forderung der Ortsparteien dennoch bewirkt: Behördenmitglied Andreas Spring gibt seinen Sitz per Ende Jahr ab. Der Leiter des Ressorts Medien und Informatik wurde 2013 in das Gremium gewählt. Damals noch als Parteimitglied der SVP, aus der er mittlerweile ausgetreten ist. Unter Springs Federführung hat die Schulgemeinde unter anderem I-Pads für die Sekundarschüler eingeführt.

Der Rücktritt sei ihm nicht leichtgefallen, schreibt er in einer separaten Medienmitteilung. Aus dem Schreiben geht hervor, dass Spring zu den Turbulenzen in der Behörde zumindest beigetragen hatte. So habe sich in den vergangenen Wochen gezeigt, dass im Bereich der Personalführung die persönlichen Differenzen zwischen ihm und einem weiteren Behördenmitglied nicht konstruktiv gelöst werden können.

Ortsparteien sind nicht zufrieden

Spring hofft, dass mit seinem Rücktritt «die Volksschulgemeinde Aadorf wieder in ruhigere Gewässer steuern kann». Das hofft auch Astrid Keller. Jedoch: «Von den Ortsparteien habe ich bereits Reaktionen wahrgenommen. Ihnen reicht dieser eine Rücktritt nicht», sagt sie. Die Leiterin des Ressorts Finanzen und Musikschule befürchtet deshalb, dass die Unruhen rund um die Schulbehörde weiter anhalten werden.

Geht es nach den verbleibenden Behördenmitgliedern, soll im November keine Gesamterneuerungs-, sondern eine Ersatzwahl stattfinden. «Zurzeit kommen immer wieder Leute auf mich zu, die Interesse zeigen, in der Behörde mitzuwirken», sagt Keller. Sie gebe gerne Auskunft, da es ihr wichtig sei, dass man gute Leute finde, die in die Behörde passen.

Nach Martin Köstlis Rücktritt sind Keller und ihre Kollegen aber mit der Stellvertretung des Präsidiums beschäftigt. Die meisten Aufgaben haben die Behördenmitglieder und die Schulverwaltung unter sich aufgeteilt. Gewisse Bereiche würden aber wegen der begrenzten personellen Ressourcen zu kurz kommen. «Kritisch sehe ich vor allem, dass wir die Personalführung nicht vollständig wahrnehmen können», sagt Keller. Das Vertrauen der Mitarbeiter in die Behörde sei ohnehin schon brüchig.

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