DRAUSSEN
Diese Kunst ist wetterfest: Der Künstler Georg Muther installiert in Frauenfeld eine Freiluftgalerie

Der pensionierte Lehrer Georg Muther zeigt seine Kunst coronakonform während mindestens zweier Wochen rund um sein Haus herum, am Schwalbenweg unweit der Festhalle Rüegerholz.

Andreas Taverner
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Georg Muther in seiner Outdoorgalerie.

Georg Muther in seiner Outdoorgalerie.

Bild: Andreas Taverner

Idyllisch liegt sie unweit der Festhalle Rüegerholz, die wohl erste Freiluft-Kunstgalerie Frauenfelds. Entstanden ist die Anlage nach einer Idee des Frauenfelder Künstlers Georg Muther.

«Zuerst wollte ich meine Bilder im Wald ausstellen.»

So erklärt es der Künstler. Allein der Aufwand und die Skepsis, ob die Besucher im Wald eine Galerie besuchen würden, sprachen dagegen. Ein Outdoorkunstort rund um sein Anwesen an der Schwalbenstrasse 76 würde viel einfacher zu realisieren sein als im Wald.

Gesagt, getan. Sechs Kollegen stellte er Material wie Kabelbinder und Schnur zur Verfügung. So hingen nach rund zweistündiger Arbeit 20 Muther'sche Kunstwerke am Zaun seines Anwesens. Dass die Bilder Wind und Wetter standhalten, zeigt er am Beispiel des Werks «Der Hamas». Der Ursprung bildet ein Foto einer Domkuppel, die er zusätzlich mit gezeichneten und gemalten Mustern bearbeitet hat. Muther sagt:

«Das Bild hing den ganzen Februar und März immer draussen.»
Kunst am Zaun.

Kunst am Zaun.

Bild: Andreas Taverner

Ausser etwas Schmutz auf dem weissen Rahmen ist dem Bild keine Beschädigung anzusehen. Dass es sich noch in so guten Zustand befindet, ist der hohen Qualität der Materialien zuzuschreiben. «Zuerst habe ich es aus einer Fotografie mit vier unterschiedlichen Programmen bearbeitet», erklärt der seit 2018 pensionierte Lehrer sein Vorgehen. Danach kommen die Bilder in den Siebdruck auf eine PVC-Hartschaumplatte. Der Siebdruck ermöglicht, dass das Bild sehr licht- und witterungsbeständig ist. Seine Kunstwerke ordnet er zwischen Innen-, Fantasie- und Dekorationsbildern ein.

Die Outdoorgalerie.

Die Outdoorgalerie.

Bild: Andreas Taverner
«Signiert und nummeriert werden die Bilder erst später.»

So erklärt Muther seinen Diebstahlschutz. Eine ausführliche Beschreibung ist mit einem Pixelcode und über Muthers Website www.gemu-muther.de abrufbar. Der Besucher erhält nebst der Beschreibung die Möglichkeit, ein Werk zu bestellen respektive zu kaufen.

Die Ausstellung feiert am 16. April stille Eröffnung und dauert bis am 30. April. Sollten die Glyzinien und Rosen die Bilder zusätzlich umrahmen, ist laut Muther eine Verlängerung über den 30. April möglich.

www.gemu-muther.de