Doppelte Hoffnung für das Beachhouse: Die Initianten der geplanten Frauenfelder Sandhalle zielen für die Restfinanzierung auf Bundesgelder und TKB-Millionen ab

Verein und Stiftung Sandhalle Frauenfeld laden ab diesem Samstag zur Sommer-Eventreihe Beachhouse@Schlosspark. Es fehlen aber weiterhin 1,5 Millionen Franken zur Finanzierung der geplanten Sporthalle.

Mathias Frei
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Spitzen-Beachvolleyball bei der ersten Durchführung von Beachhouse@Schlosspark im vergangenen Jahr.

Spitzen-Beachvolleyball bei der ersten Durchführung von Beachhouse@Schlosspark im vergangenen Jahr.

Bild: PD

Zwar fehlen weiterhin 1,5 Millionen Franken für die Finanzierung der geplanten Sandsporthalle auf der Kleinen Allmend. Aber es ist neue Hoffnung aufgekeimt. Und vor allem steht der zweite Beachhouse-Sommer vor der Tür. Ab diesem Samstag gibt es acht Wochen Strandfeeling hinter dem Schlosspark mit Beach­sportfeld und Lounge.

Markus Müller, Präsident Verein Sandhalle Frauenfeld.

Markus Müller, Präsident Verein Sandhalle Frauenfeld.

(BIld: Mathias Frei)

Seit mittlerweile über viereinhalb Jahren arbeiten Verein und Stiftung Sandhalle am Projekt des Beachhouse. Gesamtkosten: 4 Millionen Franken. Schnell waren die ersten 2,5 Millionen Franken beisammen. Schon seit vergangenem Sommer wäre das Projekt parat für die Eingabe des Baugesuchs. Aber es fehlen noch 1,5 Millionen Franken. Für Markus Müller, Präsident des zukünftigen Sandhalle-Betreibervereins, ist klar:

«Unser Herz schlägt für Frauenfeld.»

Aber es müsse vorwärtsgehen. Anfang Jahr gaben sich die Initianten deshalb Zeit bis Ende März, um die Restfinanzierung sicherzustellen. Eine Realisierung ausserhalb von Frauenfeld, aber auch ein Projektabbruch standen zur Diskussion. Doch dann kam die Coronapandemie. Und es taten sich neue Türen auf.

Beachhouse@Schlosspark: 80 Tonnen Sand und neu zwei Monate lang

Nach der erfolgreichen ersten Auflage der Veranstaltungs- und Sportreihe Beachhouse@Schlosspark gibt es auch dieses Jahr einen Beachcourt mitsamt Lounge und Mini-Beachhouse auf dem Kiesplatz hinter dem Schlosspark. Als Partner der Beachhouse-Initianten treten Coop und US-Mex auf. Ab Samstag, 4. Juli, bis 29. August gibt es täglich die Möglichkeit, sich auf dem Sandplatz sportlich zu betätigen, sowie Barbetrieb (So bis Fr ab 17 Uhr, Sa ab 11 Uhr). Frauenfelder Vereine wirken mit bei kleinen Events. Zudem finden regelmässig Showmatches und Demonstrationen von Sandsportarten statt. Zur Eröffnung am 4. Juli spielen unter anderem die Beachvolley-Altstars Sebastien Chevallier, Sascha Heyer und Patrick Heuscher um 19 Uhr ein Showmatch. (ma)

www.the-beachhouse.ch

Eine der 127 Millionen fürs Beachhouse

Eine Impression vom letztjährigen Beachhouse@Schlosspark.

Eine Impression vom letztjährigen Beachhouse@Schlosspark.

(Bild: PD)

So hat sich der Verein im Rahmen des TKB-Ideenwettbewerbs für eine Million Franken aus dem Partizipationsschein-Erlös der Kantonalbank beworben. Der Entscheid des Regierungsrats darüber fällt im Herbst. Danach braucht es sicher noch die Genehmigung des Grossen Rates. Für Markus Müller passt dieser Zeitplan.

«Wir müssten bis Ende Jahr Gewissheit haben.»

Er spricht das Problem an, ehrenamtliches Engagement für eine so lange Zeit auf einem hohen Niveau zu halten. Einen Batzen aus den TKB-Millionen zu bekommen, ist aber nur eine Hoffnung. Die andere Türe ist weiterhin offen. Sie heisst Nationales Sportanlagenkonzept (Nasak). Das Nasak-4-Programm ist abgeschlossen. Dann bestand die Hoffnung auf Bundesgelder für das Beachhouse aus einer Zwischenfinanzierung. Doch dies hat sich zerschlagen.

Visualisierung: Aussenansicht der geplanten Sandhalle.

Visualisierung: Aussenansicht der geplanten Sandhalle.

(Bild: PD)

Die Sandhalle Frauenfeld ist aber weiterhin ein Thema beim nationalen Verband Swissvolley, der dem Bundesamt für Sport (Baspo) notwendige Infrastrukturprojekte vorschlägt. Das bestätigt Swissvolley-Geschäftsführer Werner Augsburger. Mittlerweile ist Nasak 5 an der Reihe. Das bedeutet: Freigabe von Bundesgeldern ab 2022.

«Frauenfeld war seit 2017 immer auf unserer Liste, auch nach dem kürzlichen Update diesen Mai.»
Werner Augsburger, Geschäftsführer Swissvolley.

Werner Augsburger, Geschäftsführer Swissvolley.

(Bild: PD)

Das sagt Augsburger. Die Vorschläge der nationalen Verbände bilden die Grundlage für Nasak 5. «Es gibt keinen Grund, das Beachhouse zu streichen.» Voraussetzung in einem nächsten Schritt sei aber, dass eine Nutzungsvereinbarung zwischen den Betreibern und Swissvolley zu Stande kommt, sagt Augsburger. Wie Maximilian Schubiger, beim Baspo zuständig für Nasak, sagt, wird der Bundesrat voraussichtlich noch dieses Jahr über die Nasak-5-Projekte befinden. Dann geht die Botschaft in die eidgenössischen Räte.

Laut Markus Müller ist zwar beim Kanton die Türe zu für ein günstiges Darlehen. «Die Stiftung ist aber auch an privaten Investoren interessiert, welche die Realisierung des Projektes beschleunigen würden.» Im besten Fall wäre eine Überfinanzierung des Projekts kein Problem. Denn dann müsste man weniger Fremdkapital der Bank in Anspruch nehmen.

Visualisierung: Innenansich der geplanten Sandhalle.

Visualisierung: Innenansich der geplanten Sandhalle.

(Bild: PD)
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