Doppelausstellung
Filigran und grossformatig: Gian Gianotti und Adrian Bütikofer zeigen Farbräume und Holzskulpturen in Diessenhofen

Die Schau im Museum Kunst + Wissen läuft noch bis 19. Dezember. Die Malerei von Gianotti bildet einen Echoraum für Bütikofers Holzarbeiten. Die Ausstellung ist auch Teil der Museumsnacht von kommendem Samstag. Dann steht inmitten der darstellenden Kunst Butoh-Tanz auf dem Programm.

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«Im Andenken eines Engels» (Öl auf Leinwand) von Gian Gianotti.

«Im Andenken eines Engels» (Öl auf Leinwand) von Gian Gianotti.

Bild: PD

Doppelte Kunst: Die Ausstellung «In Duos» kombiniert filigrane Holzskulpturen des Zürcher Bildhauers Adrian Bütikofer mit grossformatigen Farbräumen des Bündner Malers Gian Gianotti. Die Schau im Museum Kunst + Wissen läuft seit kurzem und noch bis 19. Dezember. Sie wird von Lucia Angela Cavegn und Tildy Hanhart kuratiert.

Aus dem Bergell im Schaffhausischen und aus Zürich

Gianotti lebt seit vielen Jahren in Dörflingen SH, doch sein malerisches Schaffen weist viele und starke Reminiszenzen an seine Kindheit und Jugend im Bergell auf, wo der Wechsel der Jahreszeiten und die meteorologischen Gegebenheiten bisweilen einer existenziellen Grenzerfahrung gleichkommen. Seine farbkräftige, durch einen ausgeprägten Pinselduktus akzentuierte Malerei changiert zwischen sinnlichem Erleben und Abstraktion durch formale Reduktion. Als Maler konzentriert sich Gianotti auf das Wesentliche, auf das entscheidende Moment, aus dem Erinnerung gerinnt. Seine Bildräume sind ins Unermessliche geweitet.

«Verwandlung» (Eschenholz geflammt) von Adrian Bütikofer.

«Verwandlung» (Eschenholz geflammt) von Adrian Bütikofer.

Bild: PD

Diese bilden einen Echoraum für die schwungvollen, beinahe tänzerisch anmutenden Holzskulpturen von Adrian Bütikofer, die wie kalligrafische Zeichen im Raum stehen beziehungsweise sich reliefartig von der Wand abheben. Die formschönen, handwerklich anspruchsvollen Werke aus Holz sind Ausdruck vielerlei philosophischer Fragestellungen, die um das Thema Lebensenergie kreisen. Unter Bütikofers Hand wird Holz zu einem kaum wiedererkennbaren, geschmeidigen, scheinbar schwerelosen Werkstoff.

Butoh-Tanz diesen Samstag an der Museumsnacht

Die Ausstellung in «In Duos» erhält an der Museumsnacht Hegau-Schaffhausen vom 18. September eine zusätzliche Dimension und weibliche Komponente mit der Butoh-Tanzperformance von Regina Masuhr, die diese nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene Tradition des japanischen Tanztheaters intensiv studiert hat und meisterhaft verkörpert. Performances im Museum finden am besagten Samstag um 20 und 22 Uhr statt. Die Begrüssung macht um 18 Uhr Stadtpräsident Markus Birk. Platzreservation unter: kultur@diessenhofen.ch. (red)

Offen: Freitag, Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Für alle Besucherinnen und Besucher Covid-19-Zertifikatspflicht.

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