«Dobru chut» heisst «En Guete» auf Slowakisch: Der «Scheidweg» in Frauenfeld bietet neu osteuropäische Küche an

Ein Duo übernimmt die Traditionsbeiz am östlichen Ortseingang Frauenfelds. Das Restaurant hat als einziges Lokal im Thurgau eine deftige, tschechoslowakisch-ungarische Speisekarte.

Mathias Frei
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Wollen mit deftiger osteuropäischer Küche neuen Schwung ins Frauenfelder Restaurant Scheidweg bringen: Juraj Mudroch und Eduard Smelko.

Wollen mit deftiger osteuropäischer Küche neuen Schwung ins Frauenfelder Restaurant Scheidweg bringen: Juraj Mudroch und Eduard Smelko.

(Bild: Mathias Frei)

Schweinsbraten, Kartoffeln und Sauerkraut, Gulasch mit böhmischen Knödeln oder Paprikawurst mit Schinkenfleckerl und zum Dessert Kolatschen: Das ist nur ein kleiner Teil der tschechoslowakisch-ungarischen Küche. Da passt «dobru chut», also «en Guete» auf Slowakisch. Die Eltern des Ur-Frauenfelders Juraj Mudroch stammen aus der Slowakei. Er nimmt seine kulinarische Tradition nun neu im «Scheidweg» am östlichen Ortseingang Frauenfelds auf.

Der Koch Eduard Smelko und Mudroch wirten seit kurzem im «Scheidweg». Die beiden 41-Jährigen teilen sich die Arbeit so auf, dass Smelko kocht und Gastgeber ist, während Mudroch das Büro macht.

«Es war schon immer mein Traum, in meiner eigenen Gastronomie mitzugestalten.»

Das sagt Mudroch, der Versicherungsunternehmer ist. Fast ein Jahrzehnt war er Barkeeper im «Schlosskeller» und im «Firehouse». Der gelernte Koch Smelko ist seit 20 Jahren in Küchen in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig.

Als der «Scheidweg» noch eine Tankstelle war.

Als der «Scheidweg» noch eine Tankstelle war.

(Bild: PD)

Koch Smelko war per Zufall zu Besuch in der Schweiz

Der «Scheidweg» ist schon lange ein Leuchtturm in Frauenfelds Gastrolandschaft. In den 1950er-Jahren als Tankstelle eröffnet, konnte man später Kaffee und Bier tanken oder bis in die Nullerjahre zu elektronischer Musik im Keller tanzen. Dass Mudroch und Smelko den Betrieb nun übernehmen, ist auch dem Zufall entsprungen. «Smelko war zu Besuch in der Schweiz, und die Familie Perolini als Inhaber des Restaurants suchte einen neuen Pächter», sagt Mudroch. Es sei schon ein wenig ein Abenteuer in der aktuellen Zeit.

«Aber wir konnten uns mit unserem Konzept gegen mehrere Mitbewerber durchsetzen.»
Das Logo des Restaurants.

Das Logo des Restaurants.

(Bild: PD)

Der Plan sieht so aus: werktags gutbürgerliche Küche mit osteuropäischem Einschlag, Znüni, Mittagsmenus und à la carte abends, am Samstag tschechoslowakisch-ungarisch. Die Gartenbeiz vor der Raucherbar ist gedeckt. Zum Essen gibt’s ein Nichtrauchersäli. Mudroch will auf den Flat Screens Fussball und Eishockey zeigen. Und im Sommer soll es samstags auch mal eine Party geben, etwa am 8.August mit DJ Gidon.

Restaurant Scheidweg; Mo–Fr, 6 bis 22 Uhr; Sa, 8–22 Uhr.