Frauenfelder Gemeinderat diskutiert die Sanierung des Redinghauses

Am Montagabend genehmigte der Frauenfelder Gemeinderat einen Baukredit über 621'400 Franken für die Sanierung des Redinghauses. Die Fraktion CH/Grüne/GLP hatte eine Rückweisung des Geschäfts an den Stadtrat beantragt.

Rahel Haag
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Das Haus Reding an der Zürcherstrasse 180 in Frauenfeld. (Bild: Andrea Stalder)

Das Haus Reding an der Zürcherstrasse 180 in Frauenfeld. (Bild: Andrea Stalder)

Das Haus Reding gegenüber der katholischen Stadtkirche St. Nikolaus soll in neuem Glanz erstrahlen. Ende Februar hatte der Stadtrat dem Gemeinderat eine Botschaft für einen Baukredit über 621'400 Franken unterbreitet. Mit dem Geld sollen die Fassade renoviert, die Fenster ersetzt und das Dach gedämmt werden.

Die Fraktion CH/Grüne/GLP sei nicht zufrieden mit der Botschaft, sagte Michael Pöll (GP).

«Wir beantragen die Rückweisung des Geschäfts an den Stadtrat.»

Unter anderem sei die vorgeschlagene Erdgas-Variante in der Gesamtwirtschaftlichkeitsrechnung hinter der Wärmepumpen-Variante nur die zweitbeste. «Wir fordern den Stadtrat auf, eine neue Botschaft zu erstellen, in welcher der Variantenentscheid ausführlicher beschrieben und begründet wird», sagte Pöll.

Sanierung als sinnvoller Kompromiss

Sandro Erné (FDP) konterte, dass die Heizung erst rund zehnjährig sei und auch in «einem ‹grünen› Haushalt» erst nach dem Erreichen der Lebensdauer ersetzt werden würde. Dem stimmte Michael Hodel (EVP) zu. Aus Sicht der Fraktion CVP/EVP liege ein sinnvoller Kompromiss vor. Er sagte:

«Es wird in die Wärmedämmung investiert, ohne dabei den Bogen zu überspannen und aus einer historischen Liegenschaft ein Minergie-Gebäude machen zu wollen»

Es gehe aktuell noch nicht um die Sanierung der Heizung, sagte Stadtpräsident Anders Stokholm (FDP). Ein vorzeitiger Ersatz der Heizung sei nicht sinnvoll. Die Kosten für den Anschluss an den Wärmering seien zudem nur vertretbar, wenn weitere, angrenzende Liegenschaften angehängt würden. Dies sei aktuell nicht der Fall.

«Zusätzliche Massnahmen werden aber möglichst früh angegangen.»

Der Antrag auf Rückweisung der Botschaft wurde mit 13 Ja- zu 24 Nein-Stimmen bei 3 Enthaltungen abgelehnt. Den Kredit über 621400 Franken genehmigten die Mitglieder des Gemeinderats mit 26 Ja- zu 3 Nein-Stimmen bei 11 Enthaltungen.

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