Dinosaurier-Zauber im Frauenfelder Zirkuszelt

Am Freitag und Samstag gastierte die Puppenspielerfamilie Liebe mit ihrer «Dino Live Show» zum ersten Mal im Murg-Auen-Park.

Desirée Wenger
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Ein sichtlich begeisterter Bub darf in der «Dino Live Show» auf einem Dinosaurier reiten. (Bild: Andrea Stalder)

Ein sichtlich begeisterter Bub darf in der «Dino Live Show» auf einem Dinosaurier reiten. (Bild: Andrea Stalder)

Ein weiss-rot gestreiftes Zelt, ein Stand mit Popcorn und Leckerein – und ein grosser animierter Plastikdino erwarteten die Schaulustigen auf der Wiese gleich beim Eingang zum Murg-Auenpark.

Mario Liebe Inhaber des Puppentheaters (Bild: Andrea Stalder)

Mario Liebe Inhaber des Puppentheaters (Bild: Andrea Stalder)

Es war ein Zirkuszelt der etwas anderen Art, denn hier fanden zwei Aufführungen der «Dino Live Show» statt. Mario Liebe, Vater und Chef der Puppenspielertruppe, begrüsste die Kinder und Eltern, die sich auf den Bankreihen im Zelt eingefunden hatten.

Bei schweisstreibender Hitze kündigte er an, die kleinen und grossen Zuschauerinnen und Zuschauer mit in die Kreidezeit zu nehmen, welche vor 135 Millionen Jahren begonnen und vor 65 Millionen Jahren mit dem Aussterben der Saurier geendete hatte. Damals betrug die durchschnittliche Erdtemperatur ungefähr acht Grad mehr als heute, weshalb das Wetter zur Show passte.

Die Puppenspielerfamilie

Die Familie Liebe, bestehend aus den Eltern Mario und Silvana, ihren drei Kindern Michelle (22), Lorene (19) und Jason (14), deren Cousin Christoph (24) und der Grossmutter Zissi Kaiser, welche als Artistin im Zirkus Kaiser aufwuchs und arbeitete, ist eine Puppenspielerfamilie in dritter Generation.

Mario Liebe ist der Chef der Truppe. Er plant die Tournee und leitet als Erzähler sowie Puppenspieler durch die Dino Show. Silvana Wittmann ist für die Kasse, Verpflegung, Werbung und Administratives verantwortlich. Michelle und Jason sind als Schau- sowie Puppenspieler in der Show engagiert, Christoph hilft hinter den Kulissen und schlüpft wortwörtlich in die Dinosaurierattrappen hinein, um sie zu bewegen, während Lorene sich um die Musik- und Lichteffekte kümmert.

Wie bereits Mario Liebe selbst wuchsen auch seine Kinder mit dem Puppenspielen auf. Ihre Wohnwagen sind ihr Zuhause. (dew)

Streichelspass mit dem Brachiosaurus-Baby

Die imaginäre Zeitreise im Zirkuszelt begann mit dem Traum eines Buben, in dem er die Dinosaurier, Herrscher der Erde in der Kreidezeit, besuchte. Als die Kinder plötzlich Dinosaurier-Geräusche vernahmen, wurden sie ganz aufgeregt. Ein Baby-Brachiosaurus durfte gestreichelt werden, dessen ausgewachsene Version 25 Tonnen wog. Liebe sagte:

«Er war ein Pflanzenfresser und verspeiste Blätter, Blumen sowie Äste – und seine Fussstapfen waren so gross wie ein Auto»

Es folgte der Auftritt des Veloziraptors, dessen Name übersetzt «schneller Jäger» bedeutet. Auf dem Pflanzenfresser Trizeratops durften die Kinder sogar reiten. Plötzlich vernahmen sie lautes Schnarchen aus einem gesprungenen Ei. Die Kinder weckten den schlafenden Baby Tyrannosaurus Rex mit Klopfen auf. Nachdem er sie mit seinem lauten Geschrei erschreckt hatte, durften die Kinder ihn mit Fleischstücken aus Plastik füttern.

Ein Mädchen darf das frisch geschlüpfte Tyrannosaurus Rex Baby mit Fleischstücken aus Plastik füttern. (Bild: Andrea Stalder)

Ein Mädchen darf das frisch geschlüpfte Tyrannosaurus Rex Baby mit Fleischstücken aus Plastik füttern. (Bild: Andrea Stalder)

«Aber ein T-Rex passt immer gut auf sein Baby auf», kündigte Liebe den ausgewachsenen Tyrannosaurus an. Dieser war so gross und wild, dass ihm sogleich eine Beruhigungsspritze verabreicht wurde. Nun durften die Kinder auch ihn streicheln oder sogar ihren Kopf in seinen Mund stecken, was von den begeisterten Eltern fotografiert wurde.

Eine Mutter macht ein Foto von ihrem Kind, das seine Hand in das Maul des T-Rex steckt. (Bild: Andrea Stalder)

Eine Mutter macht ein Foto von ihrem Kind, das seine Hand in das Maul des T-Rex steckt. (Bild: Andrea Stalder)

Nach einer Pause, in der die Kinder nicht genug vom Saurierstreicheln bekommen konnten, durften sie auch noch einen Flugsaurier, sowie den Dilopusaurus bestaunen, welcher «Gift» spritzt. Zum Schluss hat der Publikumsliebling, eine Attrappe des weiter entwickelten Veloziraptor, einer der aggressivsten Saurier, seinen Auftritt. Ihn bewunderten die Kinder am meisten. Nicht zuletzt wegen der Federn auf seinem Kopf.

Die Kinder verliessen das Zelt mit strahlenden Augen. «Das war unser Ziel, den Kindern eine Freude zu bereiten», sagte Mario Liebe. Dies schien ihm und seiner Familie gelungen zu sein.