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Digitale Werkzeuge für Schüler

Ein neues Unterrichtskonzept soll die Schülerinnen und Schüler besser auf die
digitale Welt vorbereiten. Beim Forum 2018 des Think Tank Thurgau (TTT) wurde es vorgestellt.
Barbara Hettich
Reto Ammann (2. v. r.) diskutiert mit Vertretern der Fachhochschulen, die Diskussionsrunde leitet Matthias Mölleney (r.). (Bild: Barbara Hettich)

Reto Ammann (2. v. r.) diskutiert mit Vertretern der Fachhochschulen, die Diskussionsrunde leitet Matthias Mölleney (r.). (Bild: Barbara Hettich)

«Digitalisierung und Bildung» ist das diesjährige Thema der Stiftung Think Tank Thurgau. An der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG) in Kreuzlingen stelle TTT ein neues Unterrichtskonzept vor. «MakerSpace» heisst es und ist nicht etwa ein Instrument, sondern ein Raum, in dem sich Schülerinnen und Schüler kreativ entfalten und durch Bauen und Gestalten ihre eigenen Ideen und Projekte umsetzen sollen. Insbesondere soll die Schnittstelle zwischen analogen und digitalen Werkzeugen fliessend überwunden werden. Derzeit läuft an der Primarschule in Thayngen ein Pilotprojekt, das von der Fachhochschule St. Gallen und der PHTG begleitet wird.

Ergänzung zum traditionellen Unterricht

Man stehe an einer entscheidenden Schwelle der menschlichen Geschichte, Bildung müsse neu gedacht werden, sagte Thomas Merz, Prorektor der PHTG, in seinem Eingangsreferat. Traditionelle Strukturen müssten hinterfragt werden, um die Kinder auf die sich schnell verändernde Gesellschaft und Berufswelt vorzubereiten. Kritisches Denken, Kreativität, Kollaboration und Kommunikation müssten stärker gefördert werden. Ein Raum, ein «MakerSpace», in dem den Kindern verschiedene Werkzeuge und Materialien frei zur Verfügung stünden, sei eine sinnvolle Ergänzung zum traditionellen Schulunterricht.

«Auf Knopfdruck kreativ sein geht nicht»

Rebecca Meyer, Koordinatorin des Projekts an der Schule Thayngen, stellte die praktische Arbeit im «MakerSpace» vor, erzählte von verschiedenen Projekten, die Kinder verwirklichten: Ein Hamsterfutterautomat wurde von einem Kind vom analogen zum mechanischen bis zum digitalen Prototypen entwickelt.

Bei den Zuhörern löste die Vorstellung des Projekts ambivalente Gefühle aus, und in der anschliessenden Diskussionsrunde brachte es Reto Ammann, Kantonsrat und CEO der Privatschule «Haus des Lernens», auf den Punkt: «Man kann nicht auf Knopfdruck kreativ sein, solange es in der öffentlichen Schule noch einen Stundenplan gibt, sind solche Projekte gut gemeint, gehen in die richtige Richtung, lösen aber nicht das Problem, dass wir unsere Kinder für eine Welt ausbilden, die es nicht mehr gibt.»

«Es braucht ein Umdenken»

«Wir können nicht auf Knopfdruck unser ganzes Schulsystem verändern», hielt Merz dem entgegen, es brauche ein Umdenken und dafür eine langjährige Bewusstseinsarbeit. Dazu gehören Projekte wie «MakerSpace», von denen man sich relevante Forschungsergebnisse erhofft.

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