Glosse
Schulwahlen stehen im Schatten digitaler Palmölburkas

Südsicht auf die Hinterthurgauer Schulbehördenwahlen und wohltuend leere Strassenränder.

Olaf Kühne
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Olaf Kühne

Olaf Kühne

(Bild: Peter Pfistner)

Am Sonntag geht’s um die Wurst. Demokratisch. Gemeint ist nicht dieses trümmlige Digitalpalmölburkazeugs. Es geht am Sonntag eben auch um Relevantes: Zur Wahl stehen die Schulbehörden.

Nur kriegen wir davon kaum etwas mit. Weil es Schulbehördenkandidatinnen und -kandidaten schaffen – im Gegensatz zu anderen Politikern –, unsere Strassenränder nicht mit ihren Gesichtern zuzupflastern. Nur schon dafür gebührt ihnen unser Dank.

Dass der Wahlsonntag dem Hinterthurgau aller Voraussicht nach zwei neue Schulpräsidentinnen bescheren wird, sei hier nur am Rande erwähnt. Sind doch Frauen in Schulbehörden, nicht wie in anderen politischen Gremien, längst ganz ordeli vertreten.

Alles gut also mit unseren Schulbehörden? Fast. Wenn sie es noch schaffen, Gemeindeversammlungen nicht mehr mit Schülerkonzerten in unerträgliche Längen zu ziehen, haben wir sie endgültig lieb – und drücken auch bei sündhaft teuren Turnhallen gerne ein Auge zu.